Internationale Promigrößen, Schauspielnachwuchs und Helmut Kohl: In Potsdam wurden zum 61. mal die Bambis vergeben. Am Buffet ließ sich die Medienkrise ablesen.
Es war eine Mischung aus Starrummel und ernsthafter Erinnerung: Die diesjährige Bambi-Verleihung im Potsdamer Filmpark Babelsberg geriet zwar wie immer zur Prominentenkirmes mit langem rotem Teppich. So sorgte Kate Winslet für Hollywood-Glanz und holte sich ein goldenes Reh als beste internationale Schauspielerin für ihre Rolle in Der Vorleser ab. Andererseits wurde im 20. Jahr nach dem Mauerfall auch die deutsche Wiedervereinigung gewürdigt. Ex-Kanzler Helmut Kohl erhielt ebenso einen Preis wie drei Akteure der Leipziger Montagsdemos von 1989.
Kohl hatte seine Teilnahme wegen Krankheit absagen müssen. Stattdessen wurde ein Video gezeigt, wie der sichtlich geschwächte 79-Jährige zu Hause in Ludwigshafen einen selten vergebenen Millennium-Bambi von seinem Freund und Weggefährten Theo Waigel entgegennahm. «Es ist Dir gelungen, die Deutschen mitzunehmen auf dem Weg zur Einheit», sagte der frühere Bundesfinanzminister. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso würdigte Kohl als großen Europäer.
Dann ging es zunächst weiter mit buntem Staraufgebot, bevor die Würdigung dreier «stiller Helden» wieder für etwas Ruhe sorgte. Geehrt wurden der Leipziger Pfarrer Christoph Wonneberger, der Kameramann Siegbert Schefke und der Fotograf Aram Radonski. Wonneberger, der nach einem Schlaganfall erst wieder sprechen lernen musste, organisierte 1989 die Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche. Daraus entwickelte sich die größte Montagsdemo im Herbst 1989. «Der 9. Oktober war ein großes Glück in der Geschichte», sagte Wonneberger.
Stille Helden der Revolution 1989
Schefke und Radonski filmten und fotografierten die Leipziger Massenproteste heimlich und schmuggelten die Aufnahmen unter großer Gefahr nach Westberlin. Erst über deren Ausstrahlung in der Tagesschau erfuhren auch die DDR-Bürger von den Demonstrationen, die von den SED-Medien verschwiegen wurden. Wütend reagierte Schefke auf an der rot-roten Brandenburger Regierungskoalition beteiligte frühere Stasi-Mitarbeiter. «Ehemalige inoffizielle Mitarbeiter der Stasi gehören für mich heute in keine Regierung in keinem deutschen Land», rief er unter viel Beifall.
Für einen ostdeutschen Anstrich sorgte auch Moderatorin Katarina Witt. Die frühere DDR-Eiskunstläuferin im tief dekolletierten, schwarzen Kleid bemühte sich erst gar nicht, ihren sächsischen Dialekt zu verbergen. Sie ließ in ihrer hölzernen Art Co-Moderator Tom Bartels mehrmals den Einsatz verpassen und sorgte mit peinlichen Witzchen für betretene Stille. Doch neben all den Stars blieben die beiden ohnehin Randfiguren.
So kam Kate Winslet zur Gala an den Ort zurück, wo sie vor zwei Jahren als KZ-Aufseherin in Der Vorleser vor der Kamera brilliert hatte. Die 34-Jährige im engen schwarzen Abendkleid beeindruckte mit ihrer bescheidenen Art. In ihrer Dankesrede lenkte sie die Aufmerksamkeit auf ihren Filmpartner David Kross. Mit dem 19-Jährigen wolle sie sich den Preis teilen, sagte sie. «Es war Wahnsinn, wie ausgereift er bereits spielen konnte trotz seines jugendlichen Alters.»
Im aufregenden Glitzer-Minikleid präsentierte Shakira ihren neuen Song Dit it again, bevor sie den Preis «Pop international» davon trug. Christoph Waltz holte sich im schwarzen Smoking mit Fliege einen Bambi als «bester Schauspieler international» für seine Rolle in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds ab. «Das ist die richtige Kategorie für mich - ich bin Österreicher», sagte er nur, und: «Vielen, vielen Dank!»
Weniger Gäste als im Vorjahr
Für Uli Hoeneß war es ein besonderer Abend, endete doch am selben Tag seine Zeit als Manager des FC Bayern München. Der 57-jährige Teilhaber einer Wurstfabrik erhielt den Preis in der Sparte Wirtschaft. «Es ist wirklich ein emotionaler Tag für mich», sagte Hoeneß. «Ich habe über 30 Jahre lang versucht, den FC Bayern dorthin zu bringen, wo er heute ist.» Aktuell ist das der siebte Tabellenplatz in der Bundesliga.
Die Laudatio auf Hoeneß hielt die Ehefrau von Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Stephanie Freiherrin zu Guttenberg. Ihr Mann hatte nach all dem Ärger um den umstrittenen Luftschlag in Afghanistan und dem Rücktritt des höchsten Bundeswehr-Offiziers Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan kurzfristig abgesagt.
Die Wirtschafts- und Medienkrise machte auch vor der Gala nicht halt - mit 800 Gästen hatte der Burda-Verlag zu seiner 61. Preisverleihung etwa 400 weniger als noch vor einem Jahr geladen. Bodenständig gab sich auch das Menü aus Kalbsrücken mit Artischocken und Nüssen souffliert, dazu pikantes Karottengemüse, Kartoffeldomino und Senfkörnerjus im Hauptgang. Immerhin aber standen 625 Liter Champagner sowie reichlich Pfälzer Burgunder bereit. Genug für eine ausgelassene Party nach der Gala.
ped/news.de/ap
ich schreibe so weil ich es nicht nötig habe ein blatt vor den mund zu nehmen. ich trete den realitätsfernen politikern und verblödeten dummvolk gerne auf den schlips, weil ich in der welt meine lektionen bekommen habe. nämlich nicht zu heucheln und immer gerade heraus die sachen auf den punkt zu bringen. nur in der sogenannten zivilisierten, westlich orientierten welt, macht man sich damit nicht unbedingt freunde. besonders negativ erlebt in usa u. in den grossstädten weltweit.
jetzt antwortenKommentar melden1) Wenn du keinen Hass verspürst, warum schreibst du dann so, K 9. 2) Es gibt ein Problem, Du scheinst einen guten Kern zu haben, den du jedoch stets zu verbergen suchst. 3)R liebt die Aufklärung, fühlt sich in der Tradition von Sokrates wohl, 4) kennt alle rel. und phil. Systeme (asiat. ausgen.); hat einige verworfen, andere fortentwickelt. 5)R war überall in Europa - mit dem Flugzeug,Auto und ErlebnisVan - und in Teilen von Afrika. R hat dort sich wohl gefühlt, Verbesserungsfähiges entdeckt und angeregt, wie in der Heimat auch. 6)Wenn du meinst, du müsstes überlegen sein,dann ist das gut.
jetzt antwortenKommentar meldendu hast mehrere probleme. unter anderem das du bei mir hass herauslesen WILLST, wo ich garkeinen verspüre. 2. muss ich keiner partei angehören um selbstständig zu denken. 3. der einzige von uns beiden der hier verbittert ist, bist du. da du nicht in der lage bist dein geistiges gefängnis zu verlassen, willst du bei mir verbitterung erkennen. in wirklichkeit ist es aber meine erleuchtung (die ich dadurch erreichte,indem ich fast 15 jahre den globus zu fuss umrundete ) die dich verzweifelt versuchen lässt meine überlegenheit dir gegenüber zu ergründen. du kannst ja nichtmal richtig lesen.
jetzt antwortenKommentar meldenEndlich mal ein reuiger Kommentar von L. Warum schreiben Sie so hasserfüllt, wenn Sie dem Hass abgeschworen haben? Wo steckt das Problem, wieso sollte Ihnen Kohl die Würde genommen haben? Gehörten Sie der Partei oder einer anderen Partei an? Das alles wäre doch einmal gut, um es anzusprechen. Vielleicht lässt sich die Verbitterung beheben!
jetzt antwortenKommentar meldenich hasse ihn nicht. er ist mit egal. hass ist mir schon lange fremd. 2. hat kohl dazu beigetragen vielen ihre würde zu nehmen. drum ist mir seine würde auch schnuppe. 3. habe ich die bambi übergabe auf n24 in den nachrichten gesehen. jegliche award-sendungen schaue ich grundsätzlich nicht.
jetzt antwortenKommentar meldenR hat zwar Kohl als Politiker nicht geschätzt, aber was sollen diese linkischen Kommentare gegen Kohl. Man muss doch meschugge sein, Kohls Altersgebrechlichkeit als Strafe Gottes anzusehen. Dieser alles zerfressende Hass macht die Linke zum politischen Gesockse. Jedenfalls käme ein menschlich verfasstes Gemüt nicht auf solche Hasstiraden. Warum diese Querulanten überhaupt solche Veranstaltungen ansehen, sind das Voyeure, Spanner auf Niedertracht? In der menschlich und sozial geprägten Welt der Moderne hat der Defaitismus keinen Platz. R fordert: Lasst auch dem Gegner seine menschliche Würde.
jetzt antwortenKommentar meldenKommentar 3..habe herzlich gelacht. Wunderbar ! Manchmal, wie jetzt im Falle Kohl möchte ich beinahe doch an Gott glauben. Wenn ich Kohl jetzt betrachte, fällt mir immer der Spruch ein: Kleine Sünden straft der Herr sofort, grosse Sünden, wenn es angebracht ist. Kohl erscheint mir echt gestraft. Da kommt auch kein Mitleid auf, denn ich hatte auch unter Kohl zu leiden. Und ein Schurke der als Kanzler Verfassungsbruch begangen hat, hat auch keines verdient. Und einen Ehrenpreis bei seiner langen Liste an kriminellen Aktivitäten schon lange nicht. Deutsche Einh. war Pflicht..wiegt es nicht auf.
jetzt antwortenKommentar meldenDie Polit.Ordnung in Deutschland ist verkommen und modrich.Die CDU ist weder Christlich noch Demokratisch,getragen von Lobby und Kapital hat sie sich weit vom Volk entfernt.Kohl schmückt sich mit fremden Federn und falls schon Vergessen, Affähre Buna,Schmiergelder,Korruption.Kohl und Koch keine Saubermänner!Der Osten wurde Einvernahmt und alles Plattgemacht und schon neuer Absatzmarkt.
jetzt antwortenKommentar meldenSie haben ganz recht .
jetzt antwortenKommentar meldenDer Herr "Wahrsager" scheint sich nur in "mystizistischen Shären" zu bewegen; denn anders ist die Realitätsferne und die Unfähigkeit, Geschichtsabläufe zu analysieren und zu bewerten, nicht zu erklären. Er müßte wohl noch einmal geboren werden, um die Leistungen von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, die er für Europa, Deutschland und schließlich für die Deutsche Wiedervereinigung erbracht hat, nur annähernd zu begreifen. Ungerecht ist, dass solche "Wahrsager" auch noch die Vorteile genießen dürfen, die daraus resultieren. Schade! Es grüßt der Realist.
jetzt antwortenKommentar meldenIch kann mich diesem Kommentar nur anschließen. An anderer Stelle heißt es: Der Prophet zählt im eigenen Lande nichts. Beruflich bin ich gelegentlich im Ausland unterwegs. Was ich dort über unsere jeweilige Regierung zu hören bekomme, sollten sich die Kommentatoren von 1 - 3 zu Gemüte ziehen. Ich weiß aber, dass dies leider nicht möglich ist. Diese Herrschaften haben doch wirklich keine Ahnung, von was sie reden (oder schreiben). Laßt es also besser bleiben.
jetzt antwortenKommentar meldenWow, was für schlaue Kommentare. Armes Deutschland...aber wahre Anerkennung kann man vermutlich auch nur im Ausland oder von den wenigen gebildeten Deutschen erwarten.
jetzt antwortenKommentar meldenDieser Preis ist schon für den Außenminister reserviert. ;)
jetzt antwortenKommentar meldenDer hat einen Goldenen bambi bekommen? Ein goldenes Arschloch , wäre angebrachter.
jetzt antwortenKommentar meldenKohl war mit Abstand der schlechteste Kanzler den die Bundesrepublik Deutschland je hatte. Diesem Mann auch noch einen Preis zu verleihen sit ein schlechter Witz.
jetzt antwortenKommentar melden