Heute aus der Promi-Welt: Wolfgang Schäuble kennt seinen Kontostand nicht, Günther Jauch hat schon mal was Erotisches übers Internet gekauft und Campino mag keinen Alkohol mehr. Als Weihnachtsmuffel hat sich Sting geoutet.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat nach eigenen Angaben keinen genauen Überblick über seine eigenen Kontostände. «Seit Urzeiten verwaltet die Volksbank Offenburg mein Vermögen. Ich weiß gar nicht genau, wie die mein Geld angelegt haben, und ich will es auch gar nicht wissen», sagte Schäuble der Bild am Sonntag. Es würde ihn zu viel Zeit und Nerven kosten. Privat sei er schuldenfrei. Als junger Mann habe er Geld für den Hausbau aufgenommen. Aber das sei längst abbezahlt.
Fernsehmoderator Günther Jauch sind die Überwachungsmöglichkeiten im Internet unheimlich. «Alle unsere Abgründe, alles was wir da irgendwo mal machen, ist für alle Zeiten gespeichert», sagte der 53-Jährige in der ARD-Talksendung Beckmann. «Wenn jemand weiß, was für E-Mails wir schreiben, welche Seiten wir abrufen, wo wir uns im Netz tummeln, wie lange wir eine Seite betrachten - der weiß mehr über uns als die eigene Frau und die eigenen Kinder.»
Außerdem ärgert sich Jauch, dass er vom Internethändler Amazon als Liebhaber pornografischen Materials geführt wird. «Ich habe einmal bei Amazon - und es war nicht für mich! - etwas Erotisches bestellt», sagte der Moderator und beschwerte sich: «Wenn ich jetzt diese Seite öffne, kommt auf der Vorschlagsliste im Grunde eine Porno-Nummer nach der nächsten.»
Campino (47), deutscher «Vorzeige-Punk» und Frontmann der Band Die Toten Hosen (Eisgekühlter Bommerlunder), ist dem Alkohol abhold. «Ich stecke es nicht mehr gut weg. Beziehungsweise: Ich habe es nie gut weggesteckt, nur damals war es einfach egal. Jetzt bin ich in einem Alter, wo ich nicht mehr besoffen auf der Straße gesehen werden möchte», sagte er in einem Interview der Bild am Sonntag. «Wenn man 20 ist und läuft völlig breit vor ein Halteschild, hat das was Romantisches. Jung und besoffen, verziehen. Alt und besoffen ist eher traurig.»
Die Ermittlungen gegen den Leibarzt von Popstar Michael Jackson werden nach Angaben der Polizei in Los Angeles bis zum nächsten Jahr andauern. «Die Entscheidung fällt 2010. Sie wird nicht mehr in diesem Jahr getroffen», sagte Polizeichef Patrick Gannon der US-Zeitschrift People über eine mögliche Verhaftung und Anklage des Arztes Dr. Conrad Murray. «Wir nehmen uns damit viel Zeit, um sicher zu stellen, dass alles korrekt abläuft», fügte Gannon hinzu. Seit dem plötzlichen Tod Jacksons am 25. Juni steht vor allem dessen Privatarzt, der Kardiologe Murray, im Visier der Polizei.
Pop-Star Sting (58) kann mit dem Weihnachtsfest nichts anfangen. Er habe keine schönen Kindheitserinnerungen daran. «Weihnachten ist nicht mein Ding. Das war immer eine von Spannungen geprägte Zeit, eine seltsame Mischung aus Freude und heftigen Streitereien», sagte er dem Magazin Reader's Digest.
Ganz anders steht er zum Winter: «Das ist eine Jahreszeit, auf die ich mich immer sehr freue. Ich liebe es, vor dem Feuer zu sitzen, mich in eine Decke zu hüllen und ein gutes Buch zu lesen.» Seine Lieblingsbeschäftigung sei es, Holz zu hacken und «intelligent aufzuschichten». Dabei könne er wunderbar abschalten. «Ich schaue mir lieber ein gutes Feuer im Kamin an als irgendeinen Blödsinn im Fernsehen», sagte der Ex-Sänger der Rockgruppe The Police.
juz/ham/news.de/dpa/ddp