Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh
Ob Brangelina oder die Twilight-Stars Robert Pattinson und Kristen Stewart - in der Presse sind sie dermaßen allgegenwärtig, dass sie auch mal nerven können. Doch wirkliche Stars müssen das auch, sonst würde sich niemand für sie interessieren.
Robert Pattinson und Kristen Stewart halten Händchen, zumindest hat sich die Twilight-Schauspielerin auf dem Pariser Flughafen bei ihrem Kollegen untergehackt, wie Paparazzi-Fotos zeigen. Für die Klatschpresse ist es ein lang ersehntes Bild. Denn endlich glauben sie den Beweis zu haben, dass zwischen den beiden tatsächlich etwas läuft.
Zu dem Bild und den Gerüchten werden sich die beiden Protagonisten nicht äußern. Denn das ganze nervt sie, wie sie in jedem Interview anlässlich ihres neuen Films New Moon genervt wiederholen. Und auch ihre Fans und Leser der Klatschpresse sind mittlerweile von der Langatmigkeit dieser Geschichte ermüdet. Doch sie werden weiterhin die Artikel über die beiden Twilight-Stars lesen, denn was nervt, ist interessant und fasziniert. Das weiß das Boulevard ebenso wie die Filmstudios und die Plattenfirmen. Mit nervigen Stars ist das meiste Geld zu machen.
Alle sind sie Produkte des Kommerz - egal ob sie Lady Gaga, Madonna, Paris Hilton oder Robbie Williams heißen. Sie sind alle Promis, die mit vollem Skandal-Einsatz ihr Produkt verkaufen, sei es ihr neues Album, ihren neuen Film oder einfach nur sich selbst.
Unterstützt werden sie dabei tatkräftig von der Klatschpresse, die jedes neue Detail über das Sexualleben, das Adoptivkind oder die Medikamentensucht, die der Promi bereitwillig preisgibt, dankend aufgreift. Für die Leser ist das manchmal genauso nervig, wie für die Prominenten selbst. Doch darin liegt das Geheimrezept: Wer nervt, wird geliebt und reich.
In der Welt der Celebrities und der Boulevard-Medien ist es ein Geben und ein Nehmen: Der Promi zieht sich ein wenig aus, meist handelt es sich aber nur um einen Seelen-Streaptease, und im Gegenzug schenkt ihm der Bouevard und die Öffentlichkeit Aufmerksamkeit - mal mehr und mal weniger.
Richtig blank zieht der Promi selbst eher selten, meist sind es die Klatschreporter, die Gerüchte fabrizieren, über die sie dann berichten können. Dann ist von dem Insider zu lesen, der wissen will, dass sich Brad Pitt wieder mit seiner Ex Jennifer Aniston trifft oder von den Quellen aus dem Freundeskreis von Katie Holmes und Tom Cruise, die sagen, dass sich die beiden längst getrennt haben. Meist ist noch nicht einmal ein Füncken Wahrheit dran. Die Promis stöhnen dann gerne über die schlimme Klatschpresse, aber dass ihr Marktwert dadurch steigt, nehmen sie gerne in Kauf.
Doch es gibt auch Promis, die wirklich nerven. Damit sind Stars gemeint, die nerven, um Aufmerksamkeit zu bekommen, weil sich niemand mehr für sie interessiert. Die klassischen C-,D-, E-...Promis. Zwar lesen wir auch gern mal was über Gina Lisas neuen Busen oder über den von Katie Price, aber wirklich anhaltende Aufmerksamkeit wird den «Durchlauf-Promis» nicht geschenkt. Dazu nerven sie einfach zu sehr.