Quickie zum Geldverdienen?
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Von news.de-Redakteuren Konrad Rüdiger und Florian Blaschke
Artikel vom 13.11.2009
Supergroups gibt es seit fast 50 Jahren. Doch wenn sich Heroen mit Heroen zusammentun, kommt nicht immer automatisch der Musikolymp dabei heraus. Bis auf einige wenige Ausnahmen waren die meisten zusammengewürfelten Supergroups kurzlebig.
Ein kurzes Leben ist ihnen beschieden, schnell werden sie durch den Durchlauferhitzer des Pop-Business gejagt, bevor es endgültig Nirwana oder Hall of Fame geht. Die meisten Supergroups entstehen nicht aus künstlerischen Erwägungen, sondern wurden in den Köpfen findiger Vermarkter und Manager geboren. Quickies zum Geldverdienen sind sie: Ein Album, eine Tour und tschüss.
Da waren etwa die Gruppen Cream oder Blind Faith mit Frontmann Eric Clapton, Crosby, Stills and Nash (and Young), die in den 1960ern Ruhm erlangten. Auch Emerson, Lake & Palmer und Journey in den 1970ern oder Mike & The Mechanics in den 1980ern waren erfolgreiche Best-Of-Band-Ware, zusammengebastelt aus den Helden anderer Bands wie Genesis, Atomic Rooster oder King Crimson. Nicht wenige andere Projekte scheiterten sang- und klanglos.
Doch die jüngste Vergangenheit hat zwei Gegenbeispiele zu bieten. Auch wenn sie kurzlebig waren, so waren sie doch mehr als nur ein Produkt: The Raconteurs und The Good, the Bad & the Queen. Beide Projekte hatten einen Mastermind, der alle Geldsorgen entsorgt hatte und mehr bezweckte, als nur Kumpels aus anderen Bands zum Jammen und dabei Geldverdienen zu laden.
The Raconteurs war eine Kollaboration unter der energischen Ägide des White Stripes-Masterminds Jack White, die trotz eines vernünftigen und süffigen Hits (Steady as she goes) knapp unter dem Mainstream-Radar hindurchtauchte. Die Sperrigkeit der Raconteurs und die Coolness retteten sie wahrscheinlich vor sich selber und dem Blick auf eine zu lange gemeinsame Zukunft im Supergroup-Altersheim.
Ein deutliches Zeichen für die Lebendigkeit dieser Idee ist, dass es für die Beteiligten in anderen Projekten weitergeht, die Supergroup keine Versackgasse bleibt. Das vermeiden auch The Good, the Bad & the Queen, allen voran Derwisch und Egoexzentriker Damon Albarn, der schon mit den Gorillaz zeigte, wie man mit überbordender Kreativität, einer Prise Schluffigkeit und den richtigen Buddies ein richtig ausgewachsenes Gebilde auf die Bühne bringen kann. Auch mit The-Clash-Legende Paul Simonon am Bass lief das Projekt von The Good, the Bad & the Queen nie Gefahr, zur Geldverdienmaschine missbraucht zu werden.
Und nun: Auftritt, Them Crooked Vultures.
news.de
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Supergroups gibt es seit fast 50 Jahren. Wenn sich Heroen mit Heroen zusammentun, kommt nicht immer automatisch der Musikolymp mehr ...
Legenden der Musik, ein Triumvirat des Rocks, die Dreieinigkeit der Gitarrengötter. Regisseur Davis Guggenheim vereint mehr ...
Es gibt Musiker, die haben Erfolg, regen sich aber dennoch auf. Darüber, dass es keinen mehr ...