Wortmann findet Debatte um «Amphibienfilme» grotesk
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Regisseur Sönke Wortmann sieht «nur Vorteile» in der gleichzeitigen Verwertung von Kinofilmen für das Fernsehen. Sein Film Die Päpstin ist gerade im Kino angelaufen und soll auch als Zweiteiler im TV ausgestrahlt werden.
Warum nicht Kinofilme im Fernsehen. Aber nur so lange nicht im Gegenzug Tierärztin Dr. Mertens im Kino läuft.
Die Diskussion über sogenannte Amphibienfilme, die sowohl im Kino, als auch im Fernsehen laufen, sei «geradezu grotesk», sagte der 50-Jährige der Frankfurter Rundschau. Biografische Filme wie Die Päpstin hätten eine gewisse Länge. «Da tut man am Schluss noch ein bisschen was dran, und schon hat man zweimal 90 Minuten», sagte er.
Wortmann hatte die Bestsellerverfilmung von Volker Schlöndorff übernommen. Dieser hatte die Umarbeitung von Kinofilmen zu TV-Mehrteilern kritisiert und war deshalb vom Studio Constantin Film entlassen worden.
Wortmann sieht die doppelte Verwertung durch Erfolge in der Vergangenheit bestätigt. Filme wie «Der Baader Meinhof Komplex» und «Der Untergang» seien bei Publikum und Preis-Jurys gleichermaßen beliebt gewesen.
«Die Päpstin» mit Johanna Wokalek war am vergangenen Startwochenende auf Platz eins der Kinocharts eingestiegen. Der Film erzählt die Geschichte der Johanna, die Legenden zufolge im 9. Jahrhundert als Mann verkleidet als Papst Johannes Anglicus die katholische Kirche lenkte.
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