Lothar Matthäus sorgt für Verwirrung: Ein argentinischer Verein verkündete bereits seine Verpflichtung als Trainer, doch der Star zögert noch. Der Grund: Zuerst müsse ihm die Modelkarriere seiner Frau Liliana zugesichert werden.
Nachdem der Racing Club aus Buenos Aires schon stolz die Verpflichtung des «deutschen Wunders» (Zeitung Olé) erklärte, ging der Wirbel um den Fußball-Rekordnationalspieler in dessen Heimat erst richtig los. Unterschrieben habe er noch nichts, stehe aber mit dem Verein seit zehn Tagen in Vertragsverhandlungen, «die schon sehr weit fortgeschritten sind», sagte Matthäus via Bunte.de.
Stunden zuvor hatte noch sein klares Dementi die Runde gemacht. «Es ist völlig aus der Luft gegriffen. Ich werde weder Montag noch in den nächsten Tagen nach Südamerika reisen», zitierte die Bild am Sonntag den 48-Jährigen.
«Die Job-Suche von Lothar Matthäus wird immer mehr zur Lachnummer!» urteilte die Bild daraufhin und entlockte dem Ex-Fußball-Profi auch den Grund für das amüsante Verwirrspiel: Er müsse noch mit seiner Frau Liliana sprechen, da sie letztlich entscheide, ob er das Angebot des Tabellenvorletzten der argentinischen Fußballliga annehme.
«Sie geht nur mit, wenn sie dort als Model arbeiten kann», erklärte der 48-Jährige. Liliana fügte noch selbst hinzu: «Ich will in meinem Job weiter machen. Das Versprechen haben wir schon, aber das muss anders gesichert sein.» Wie etwa durch eine Vertragsklausel.
Laut bunte.de wird das Paar diese Woche nach Argentinien fliegen, um sich die Stadt anzuschauen und zu klären, ob es für Liliana dort eine berufliche Perspektive gibt. «Aber wir fliegen nicht nach Argentinien, um gleich zu unterschreiben», versichert Matthäus.
Auch wenn viele dieses Verwirrspiel für lächerlich halten, offenbart es doch, dass die Probleme in Matthäus´ Ehe, erst im Januar dieses Jahres hatte er die 26 Jahre jüngere Liliana geheiratet, noch nicht ausgeräumt zu sein scheinen. Nach einem öffentlichen Streit im August hatten sie zwar eine Trennung ausgeschlossen, aber zugegeben, dass es zwischen ihnen beiden kriselt. «Wir sind seit zwei Monaten ohne fixen Lebensmittelpunkt, erleben ein Wechselbad der Gefühle», sagte Matthäus damals.
Liliana erklärte daraufhin, dass sie Lothars «Vagabundenleben» nicht abschrecke und sie ihrem Mann überall hin folge. Dieser will nun aber wohl auf Nummer sicher gehen und stellt das Glück seiner Frau über sein berufliches. Darüber kann man zwar lachen, aber eigentlich sollte man Matthäus für diese Entscheidung ein großes Lob aussprechen. Denn gerade im schnelllebigen Fußballgeschäft kommt es leider nicht alle Tage vor, dass Männer ihre Entscheidungen von ihren Frauen abhängig machen. Oder zumindest sprechen sie öffentlich nicht darüber - anders als Matthäus.