Der Wettstreit zwischen Google und Microsoft erreicht eine neue Stufe. Microsoft kündigt für seine Suchmaschine Bing eine Verknüpfung mit Twitter und Facebook an. Konkurrent Google verspricht eine spezielle Suchfunktion für Musiktitel.
Microsoft kündigt für seine Suchmaschine Bing Neuerungen an: Künftig soll es eine Verknüpfung mit dem Kurznachrichtendienst Twitter sowie mit dem Netzwerk Facebook geben. Die Nutzer sollen so über die Microsoft-Suche auch Zugang zu Updates dieser Online-Dienste bekommen.
Nach verschiedenen Medienberichten will der Suchmaschinengigant Google in punkto Echtzeitsuche ebenfalls nachziehen. Wie unter anderem der Mediendienst kress berichtet, will Google die neue Funktion in den kommenden Monaten zur Verfügung stellen. Microsoft hingegen stellte eine Testversion der Twitter-Suche von Bing bereits online. Zudem soll Bing auch das soziale Netzwerk Facebook nach Neuigkeiten durchsuchen können.
Konkurrent Google will laut US-Medien derweil in den Online-Musikmarkt einsteigen. Geplant sei eine spezielle Internetsuche für Musiktitel, berichteten gestern unter anderem die New York Times und das Technologie-Blog Techcrunch im Internet unter Berufung auf Insider.
Google wolle den neuen Service in der nächsten Woche vorstellen. Das Angebot des Suchmaschinen-Primus Google solle mit Online-Musikanbietern wie iLike und LaLa verknüpft werden. Von dort könnten einzelne Lieder heruntergeladen oder via Internet direkt abgespielt («streaming») werden.
Später könnten laut Wall Street Journal auch Songs aus den Angeboten von Apple (iTunes) und vom führenden Online-Einzelhändler Amazon hinzukommen. Der US-Konzern Apple ist derzeit Marktführer beim Verkauf von Musik über das Internet.
Die vier größten Musikkonzerne Warner, EMI, Sony und Vivendi Universal haben den Berichten zufolge ihre Kataloge für den Google-Service lizensiert. Auch zahlreiche kleinere Musiklabels seien mit dabei.
Zusätzlich sollen über die Google-Suche weitere Inhalte wie Songtexte, Fotos und Konzertdaten zusammengestellt werden. Die Treffer der Spezialsuche könnten ähnlich wie Ergebnisse bei Wetter- und Finanzdaten gesondert angezeigt werden.
Die Einnahmen sollen zwischen den Online-Musikläden und den Musikkonzernen geteilt werden, so das Wall Street Journal unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Google selbst sehe den Service zunächst als Verbesserung seines Angebots, aber nicht als direkte Einnahmequelle.
Der New York Times zufolge will zudem auch das Online-Netzwerk Facebook den Verkauf von Musik in seine Seiten integrieren. Eine offizielle Stellungnahme gab es weder von Google noch von Facebook.
Google ist mit großem Abstand Branchenführer bei der Web-Suche. Mit ständigen Verbesserungen und neuen Angeboten will der US-Konzern die Verfolger Yahoo und Microsoft auf Distanz halten. Die beiden Rivalen stehen vor einer Allianz bei der Internetsuche.
voc/amg/dpa