Sa., 26.05.12

Johanna Wokalek 21.10.2009 Mönchstonsur hat auch was Gutes

Johanna Wokalek in «Die Päpstin» (Foto)
Johanna Wokalek in «Die Päpstin». Bild: ap

Manche Schauspieler müssen für eine Rolle extrem ab- oder zunehmen. Andere sehr schnell Muskeln aufbauen. Johanna Wokalek musste sich für die Rolle der Päpstin eine Mönchstonsur schneiden lassen. Das hatte allerdings auch etwas Positives.

Schauspielerin Johanna Wokalek hat das Abschneiden ihrer Haare für ihren neuen Film Die Päpstin besser verkraftet als ihre männlichen Kollegen. Es sei schrecklich gewesen, sich eine Mönchstonsur rasieren zu lassen, sagte die 34-Jährige der Illustrierten Bunte.

«Aber sie hätten die männlichen Komparsen hören sollen, denen nebenan die Tonsuren verpasst wurden. Die haben gebettelt und gejammert, um jeden Zentimeter verhandelt und wollten am liebsten nur die Kapuze tragen», berichtete Wokalek.

Dennoch habe diese radikale Veränderung auch etwas Gutes gehabt. «Für das Einswerden mit der Rolle der Päpstin war die Frisur allerdings sehr hilfreich», meinte die Schauspielerin. Sie spielt in dem Film Die Päpstin die Priestertochter Johanna, die im 9. Jahrhundert lesen und schreiben lernt und als Mann getarnt in Rom zum Papst gewählt wird.

Beim Dreh machte Wokalek die Erfahrung, dass es nicht einfach ist, sich als Mann zu geben. «Erst habe ich mich gefreut und gedacht: Jetzt musst Du gehen wie ein Mann, dich bewegen wie ein Mann. Und dann hatte ich plötzlich diese Mönchskutte an, die so weit ist und alles verhüllt. Das war keine typische Hosenrolle», sagte sie. Sie habe sich dann von männlichen Kollegen kleine Gesten abgeschaut, wie das andächtige Stehen oder Bewegungen der Arme beim Beten.


nak/amg/news.de/ap
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