«Delfine können keine Menschen heilen»
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Von news.de-Mitarbeiter Dieter Oßwald
Artikel vom 17.10.2009
In den 1960er Jahren war Richard O'Barry der Trainer von «Flipper». Dann wurde zum Tieraktivisten und kämpft seither gegen die Delfin-Mafia. Mit news.de spricht er über die brutale Jagd auf Delfine und verrät, dass er seine «Flipper»-Zeit sehr bereut.
Herr O'Barry, am Ende Ihres neuen Kinofilms Die Bucht (Start in den deutschen Kinos: 22. Oktober; Anmerkung der Redaktion) stehen Sie auf der geschäftigsten Kreuzung von Tokio und fragen: «Wenn wir dieses kleine Problem nicht lösen können, wie sollen wir dann die globalen Probleme lösen?» Fühlen Sie sich bisweilen wie ein Don Quichotte?
O’Barry: Ich habe nicht das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen, ich habe eher das Gefühl, dass wir diese Todesbucht in Japan bald schließen können. Bei diesem Kampf sehe ich unsere Aussichten jedenfalls sehr positiv.
Was macht Sie so zuversichtlich?
O’Barry: Überall, wo wir den Film gezeigt hatten, waren die Reaktionen des Publikums ganz enorm. In Sundance bekamen wir stehende Ovationen – was es für Dokumentarfilme bislang noch nie gab. Diesen großen Zuspruch der Zuschauer finde ich sehr ermutigend. Dieser Film hat die Macht, dass der Druck der Öffentlichkeit dazu führt, dass das Schlachten der Delfine in dieser Bucht (gemeint ist die Rote Bucht nahe der japanischen Stadt Taiji; Anmerkung der Redaktion) beendet wird.
Woher rührt die starke Reaktion der Zuschauer? Gibt es ein Bedürfnis, dass in der übergroßen Öko-Krise jemand wenigstens ein bisschen die Umwelt rettet?
O’Barry: Die Zuschauer leiden, lachen und applaudieren bei diesem Film, das ist jedenfalls unsere bisherige Erfahrung. Aber zudem werden sie anschließend auch aktiv. Nach der Premiere kam zum Beispiel Sting mit seiner Ehefrau zu mir und sagte: «Wie können wir helfen, etwas gegen diesen Skandal zu unternehmen?» Und Sting ist bei weitem nicht der einzige, der sich diese Frage stellt.
Wollen Sie Japan mit diesem Film den (Delfin-)Krieg erklären?
O’Barry: Ganz und gar nicht. Wir haben absolut nichts gegen Japaner und auch nichts gegen die japanische Regierung. Unsere Feinde sitzen in der japanischen Wahlfangkommission. Darin sitzen Leute, die ihre gut bezahlten Jobs nicht verlieren wollen. Nach diesem Film wird sich das hoffentlich ändern – und zwar nicht, weil dieses Fischen so grausam ist, sondern weil der Fisch verseucht ist.
Die Japaner verweisen auf die kulturelle Tradition des Walfangs...
O’Barry: Auf diese kulturelle Tradition wird immer gerne verwiesen, weil sich dagegen schwer argumentieren lässt. Bei der Bedrohung durch Quecksilber hat es die Lobby nicht so leicht: Das sind wissenschaftliche Fakten, die nicht widerlegt werden können.
Was hat es mit der Vergiftung auf sich?
O’Barry: Wir zeigen, wie stark dieses Delfin-Fleisch mit Schwermetallen vergiftet ist. Wenn Produkte derart mangelhaft sind, bricht ihr Markt zusammen, egal, ob es Fisch ist oder Cola. Wenn die Japaner von diesem Skandal erfahren, werden sie diese Ware nicht mehr kaufen. Damit ist das Geschäft mit Delfin-Fleisch gestorben und das grausame Abschlachten hat ein Ende.
Die Vergiftung ist ein Argument, die Grausamkeit gegenüber intelligenten Lebewesen ein anderes....
O’Barry: In Japan hat man ein anderes Verhältnis zu Delfinen. Bereits die Bezeichnung dafür ist irreführend, übersetzt heißt es soviel wie «Monster Fisch». Den unwissenden Fischern kann man also gar keinen Vorwurf machen, ganz anders verhält es sich mit den Tier-Trainern, die bei der Treibjagd nach schönen Exemplaren für ihre Shows suchen. Diese Leute arbeiten täglich mit diesen klugen Tieren und verursachen dieses große Leid.
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Die malerische Bucht liegt zwischen hohen Felsen eines Nationalparks. Vor der Küste schwappen sanfte Meereswogen. Was Besucher mehr ...
Wenngleich die Kleinwale vielerorts geschützt sind und nur einige Arten in wenigen Ländern (beispielsweise Norwegen und Japan) gejagt werden, so gibt es über den eigentlichen Walfang hinaus verschiedene Hintergründe, die ebenfalls eine Gefahr für den Delfin darstellen. Daran kann auch die Aufnahme vieler Delfinarten in die Rote Liste der gefährdeten Tierarten nicht viel ändern. So erschwert beispielsweise die Überfischung von Meeresbreiten die Nahrungssuche der Delfine.
jetzt antwortenKommentar meldenwir können den Delfinen nur helfen, indem wir Rollo Gebhard mit Spenden unterstützen. Er kämpft weltweit für den Schutz der Delfine und den Erhalt ihrer Lebensräume. GRD-Gründer Rollo Gebhard, dreimaliger Weltumsegler, Buchautor und DokumentarfilmerRollo Gebhard: Über 40 Jahre lang waren die Weltmeere sein Zuhause. Er war der erste Deutsche, der die Welt zweimal allein umsegelte. Der Filmemacher, Delfinschützer, Autor zahlreicher Bücher, Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie höchster seglerischer Auszeichnungen ist zum Inbegriff des Abenteurers geworden. 1991 gründete er die Gesellschaft www.delphinschutz.org/start.html
jetzt antwortenKommentar meldenich habe das alles schon einmal gesehen,und auch gestern wieder diesen Film angesehen,wie kann man /ich helfen?Es ist einfach sehr grausam , die Leute die das machen , bei denen sollte man genauso vorgehen u ihnen schmerzen zufügen,mir fährt dies immer eiskalt den Rücken runter u ich bin den TRänen nahe wenn ich das sehe.Ich selbst tauche seit vielen Jahren und geniese es einfach wenn ich den Delfinen in freier Natur begegne.Das gleiche gilt auch für die Haie,mit dem Finning (aber das ist ja ein anderes Thema)!WIE KÖNNEN MENSCHEN NUR SO GRAUSAM SEIN!
jetzt antwortenKommentar meldenich habe ihre Sendung heute abend gesehen,.................. einfach nur grausaum,.... diese Dephine haben absolut keinen tod verdient,..ich finde sie sehr stark.--- wie kann ich ihnen mit SGB II nur helfen,...mir geht es ans Herz
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