In die Wildnis!
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Von news.de-Mitarbeiterin Juliane Wienß
Artikel vom 16.10.2009
Das Abenteuer der Ferne ruft! Wollten Sie sich nicht immer schon in dunklen Wäldern verlaufen, vor ausbrechenden Vulkanen fliehen oder durch unwirtliche Kälte kämpfen? Für alle, die jetzt kalte Füße bekommen, darf im nebelfröstlichen Herbst die Fernbedienung auf Weltreise gehen.
Kaum zu glauben, dass Europa noch ungehobene Schätze birgt, die nicht in jedem Tui-Katalog ausgelobt werden. Während die Region lange mit politischer Unsicherheit abschreckte, hat ein Wilder Balkan seine volle Naturschönheit in den letzten Urwäldern unseres Kontinents entfaltet. Die Dokumentation am Freitag (21 Uhr, Arte) taucht ein in diesen unbekannten Flecken Erde – der durchaus noch Gefahren birgt. Am «Meer der Mücken» schließlich ist man froh, doch nur virtuell dabei zu sein.
Zugegeben, wenn niedliche Tiere sprechen, muss man schon ein großer Schweinchen-Babe-Fan sein, um das nicht albern zu finden. In Die Reise der Pinguine (20.15 Uhr, Sat.1) tut dies trotzdem wenig Abbruch, verzaubert sie doch die sanften Bilder aus dieser unwirklichen Eiswelt, in der kein Leben willkommen scheint. Und wenn sich zu zarten Melodien Schnabel an Schnabel reibt, dann gibt es nichts Besseres an diesem Samstag, als unter einer warmen Decke zu kuscheln.
Exotische Traumziele haben ihren Reiz, denkt man an die Palmen der weißen Strände. Doch sobald Vulkane Lava speien, die Erde rüttelt oder Tsunamis an die Küste rollen, steigt der Deutschlandurlaub in seinem Ansehen. Aber was, wenn wir selbst hier nicht sicher sind? Filmemacher fasziniert dieser Schauderfaktor. Am Sonntag und Montag (jeweils 20.15 Uhr, RTL) wird daher die Eifel gesprengt, als dort ein Vulkan ausbricht. Absurd ist die Idee nicht, da die Feuerberge der Eifel tatsächlich in der Tiefe grummeln und bereits vor 13.000 Jahren ihre Asche bis nach Stockholm und Turin verteilten.
Die entfesselten Naturgewalten haben nicht immer nur eine zerstörerische Seite. Immerhin stand auch am Anfang der Erde selbst - wahrscheinlich - ein riesiger Bäng. Und davor? Woher kommt die Welt? fragt auch der Wissenschafts-Report am Montag (20.15 Uhr, 3Sat), in der sich Forscher mit Raumsonden, Teleskopen oder Raketen in die Weiten des Alls vor wagen. Die Antwort ist irgendwo da draußen.
Einige Orte auf der Welt faszinieren gerade dadurch, dass sie für den Menschen eigentlich nicht gemacht sind: auf dem Mount Everest ist nicht nur die Kälte und Wind unerbittlich, die Luft wird auch sehr dünn. Der Australier Lincoln Hall kletterte, scheiterte, kletterte erneut und starb - fast. Denn wie ein Wunder überstand er eine schwere Verletzung am Gipfel und den Abstieg. Ein Porträt (22.15 Uhr, RTL 2) berichtet am Dienstag über Halls Leben am Limit und die stummen Opfer, die die Todeszone des Everest schon forderte.
An seine sportliche Ausdauer zu denken, während draußen Waschküche herrscht, ist wahrscheinlich nicht der natürlichste Reflex. Aber ausschließliches Couchgemümmel ist für die triste Jahreszeit kein Heilrezept. Wie auch derjenige Fit in den Herbst kommt, der ansonsten eher Fahrstuhlfahrer ist, erklärt Planet Wissen am Mittwoch Nachmittag (15 Uhr, WDR).
Wer sich bewegt, kann auch gut spachteln: Zum Beispiel im Baskenland, wo Spanien weitaus mehr zu bieten hat als Paella oder Sangría. Die Schlemmereise (17Uhr, BR) futterte sich bereits in den Vortagen von der Altantikküste Galiciens bis nach Bilbao und besucht am Donnerstag San Sebastian und Pamplona. Hier warten Gastronomen mit den «Pinchos», den aufgespießten Leckereien, und einem Tropfen baskischen «Txachuli» auf.
Nach soviel Kälte und Wildnis könnte das glatt mehr Lust aufs Mitmachen als nur am Zuschauen wecken.
bla/news.de
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