Professor Layton Mordsmäßig mysteriöser Rätselspaß

Der Professor mit den fittesten grauen Zellen ist zurück in Deutschland. Layton ermittelt wieder - diesmal in einem Mordfall, in dem eine mysteriöse Schatulle eine Hauptrolle spielt. Das Rätselspiel bringt die Hirnwindungen der Nintendo-DS-Spieler so richtig zum Rotieren.

«Professor Layton und die Schatulle der Pandora» (Foto)
Zwei Spürnasen unter sich: Luke und Professor Layton müssen erneut manchem Mysterium auf die Spur kommen. Bild: Nintendo

Eigentlich sind die Denkspiele um und mit Professor Layton schon fast Überraschungseier. Sie bieten enorm viel Spannung, Spiel - nur die Schokolade fehlt. Die aber können sich Knobelfreunde auch neben die Konsole legen, damit es zu einem spannenden Nachmittag im Herbst an nichts fehlt.

Professor Layton und die Schatulle der Pandora hat mehr als 150 Rätsel zu bieten, gepaart mit einer Story, die immer neue Wendungen findet, manchmal aber doch ein bisschen vorhersehbar ist. Diesmal müssen der Professor und sein Assistent Luke dem Mord an Laytons Freund Dr. Schrader nachgehen und die geheimnisvolle Schatulle der Pandora - die namentliche Anlehnung an das griechische Büchsenvorbild kommt nicht von ungefähr - aufspüren.

Neuer Rätselspaß: Professor Layton und die Schatulle der Pandora

Alles ist das aber längst noch nicht. Denn bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden Spürnasen auf den Molentary-Express, der nicht nur dank seiner luxuriösen Ausstattung für Neugier sorgt. Der Zug fährt nämlich eine nicht vermerkte Bahnstation an, sodass der Professor und Luke in einer ungewöhnlichen Stadt landen, die angeblich auch noch von einem Vampir heimgesucht wird.

Doch wie gut ist das Spiel wirklich? Immerhin ist das mit Fortsetzungen so eine Sache. Kann es sich trotz des allseits hochgelobten Vorgängers behaupten? Absolut. Denn der zweite Kriminalfall des Professors, der es nach Deutschland geschafft hat, ist an vielen Stellen gereift. Das fängt schon damit an, dass das Spiel für Nintendos Handheld DS endlich auch mit einer deutschen Sprachausgabe ausgestattet ist.

«Professor Layton und die Schatulle der Pandora»: Rätselspaß für Gehirnakrobaten
Video: Nintendo

Unzählige Rätsel und manches mit Hamsterbeinen

Zuletzt war der Professor nur auf Englisch zu hören. Denn bei Nintendo war man sich nicht ganz sicher, ob sich der Aufwand für den deutschen Markt überhaupt lohnt. Die Begeisterung unter Spielern hat diese abwartende Haltung als unbegründet erwiesen. Und so punktet Professor Layton und die Schatulle der Pandora mit wohlklingenden Dialogen.

Konsequent durchgehalten werden die allerdings nicht. Hauptsächlich sind es die Schlüsselszenen des Spiels, denen die Entwickler eine Sprachausgabe angedeihen ließen. Im übrigen Teil muss sich der Spieler auf seine Lesekompetenz verlassen - bei bisweilen kleiner Schrift.

Wer die Aufgaben löst, trifft zudem auf verschiedene Minispiele. Egal ob es darum geht, eine Kamera zusammenzubasteln, mit deren Hilfe versteckte Rätsel aufgestöbert werden können, oder um ein ganz besonderes Teeservice, mit denen sich die Menschen, auf die die Knobelspezialisten treffen, besonders freundlich stimmen lassen.

Eine niedliche Abwechslung ist das Hamsterspiel. Der kleine Nager trägt einen ordenlichen Bauch vor sich her, der ihm gar nicht gut tut. Luke und der Professor müssen deshalb dafür sorgen, dass er seine kleinen Hamsterbeine in die Hand nimmt. Natürlich nicht, ohne dafür Rätsel zu lösen. Denn die bringen kleine Gegenstände ein, mit denen sich für den Hamster ein ordentlicher Trimm-dich-Parcours aufbauen lässt. Ist der Hamster mit Berliner Schnauze fit, hilft er, Münzen einzusammeln, die der Spieler schließlich verwenden kann, um Rätselhilfen freizuschalten.

Technisch wie inhaltlich ein Renner

Bisweilen hilft aber einfach ausprobieren, manchmal sind mathematische Kenntnisse gefragt - und oft genug dürfen Spieler nicht den direkten Weg gehen, sondern müssen ein wenig um die Ecke denken. Hier und da hilft aber auch einfach ausprobieren - wieso die Lösung dann richtig ausfällt, wird hinterher erklärt.

Abgerundet wird das Spiel mit einer nützlichen Notizblattfunktionen, durch wunderbare Zeichnungen - sowohl in den Spielen als auch den Videosequenzen, eine sehr gut umgesetze Schreiberkennung für den Touchscreen des Nintendo DS und angenehme Klänge.

Einen Mehrspielermodus gibt es zwar nicht. Doch knobeln lässt sich deshalb trotzdem gemeinsam. Man setzt sich einfach zusammen an den kleinen Handheld oder nutzt einen der drei verfügbaren Profilslots. Wer alle Aufgaben gelöst hat, muss zudem nicht darben. Per drahtloser Netzwerkverbindung lassen sich wöchentlich aus dem Internet neue Aufgaben herunterladen.

Fazit: Professor Layton und die Schatulle der Pandora ist ein Spitzenspiel. Hier stimmt alles, von der Abwechslung bis zur Optik. Und mit den zahlreichen Knobelaufgaben sind knapp 20 Stunden beste Unterhaltung geboten. Zudem ist der Rätselspaß ein Spiel, dass man auch jüngeren Kindern bedenkenlos in die Hand drücken kann, wenn man bereit ist, an einigen Stellen mitzuhelfen. Denn die Rätsel reichen von ganz einfach bis wirklich knifflig.

Titel: Professor Layton und die Schatulle der Pandora
Genre: Denkspiel
Publisher: Nintendo
Entwickler: Level 5
Preis: rund 35 Euro
Sprache: Deutsch
USK: freigegeben ab 0 Jahren
Altersempfehlung der Redaktion: ab 8 Jahre
Plattform: Nintendo DS
Veröffentlichungsdatum: September 2009
Weiterspielen: Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf, Geheimakte Tunguska

Rätseldemonstrationen finden Sie auf der Webseite des Spiels im Menüpunkt Demo.

iwi/news.de

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