«Her mit den besseren Pornos»
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Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh
Artikel vom 17.10.2009
Laura Méritt betreibt einen Sexshop für Frauen, einen Escortservice für Lesben und gibt Workshops zum weiblichen Orgasmus. Nun vergibt sie den ersten feministischen Pornofilmpreis. Im Interview mit news.de verrät sie, wie sie die Erotikbranche verändern will.
Sie gelten als Expertin in Sachen Sex. Welches Sexspielzeug gehört in jedes Nachtkästchen und in jede Handtasche einer Frau?
Laura Méritt: Natürlich ein Vibrator. Für die Handtasche würde ich einen kleinen Reisevibrator und für zu Hause einen größeren, leistungsstärkeren empfehlen. Mein Lieblingsvibrator ist der «Magic Wand», der ist aus Amerika und den gibt es schon rund 30 Jahre. Das ist ein großes Ding, das aussieht wie ein Mikrofon.
Ob Sexspielzeuge oder Pornos, für viele Frauen ist das immer noch ein Tabuthema. Dass sich Männer Pornos anschauen, gilt dagegen schon fast als gesellschaftlich anerkannt. Mögen Frauen denn keine Pornos?
Méritt: Ich würde nicht sagen, dass das gesellschaftlich anerkannt ist – vor allem nicht bei Frauen. Und das liegt an der Art der Pornos, die die Männer konsumieren. Viele Frauen wollen solche Pornos selbst nicht sehen, aber sehr wohl einen Porno. Aber nicht den Scheiß, den es bisher gibt. Also her mit besseren Pornos!
Was will Frau im Unterschied zum Mann denn sehen?
Méritt: Bei uns im Laden kaufen ja nicht nur Frauen, sondern auch Männer Pornos, die nicht dem Mainstream entsprechen. Und die wünschen sich Filme, in denen es auch um die weibliche Lust geht. In herkömmlichen Pornos wird gezielt auf die Ejakulation des Mannes hin gearbeitet - wofür die Frau ackern muss. Meist wird ihr dann noch ins Gesicht ejakuliert. Es gibt aber verschiedene Arten von Lust. Der Mainstream-Porno ist sehr reduziert auf die Bedienung der männlichen Sexualität. Das ist für viele Frauen nicht das Nonplusultra.
Es gibt also einen breiten Markt für Frauenpornos?
Méritt: Ganz deutlich ja. Bereits in den vergangenen Jahren hat sich das Angebot an Sexspielzeugen an die Bedürfnisse der Frauen angepasst und nun wollen die Frauen auch schöne Pornos. Und deswegen verleihen wir jetzt den ersten feministischen Pornopreis. Damit endlich auch etwas in der Geschichtsschreibung stattfindet. Wo viele herkömmliche Produktionen Frauenporno draufschreiben, ist nämlich meist keiner drin. Unsere Gütesiegele «PorYes» und «FairPorn» erhalten dagegen nur solche Filme, in denen wirkliche weibliche Lust gezeigt wird. Wir wünsche uns aber auch, dass die männliche Lust vielfältiger und weniger verfremdet dargestellt wird.
Bedeutet das aber auch, dass sie generell Pornos ablehnen, in denen sich – ob Mann oder Frau – ein Sexualpartner dem anderen unterwirft?
Méritt: Wenn es ein erkennbares Spiel ist und vorher abgemacht ist, ist das in Ordnung. Und zwar in jede Richtung. Wenn es aber kein Spiel ist, sind wir natürlich dagegen.
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Machen Sie doch Filmchen ,dann brauchen Sie nicht in Fernsehen. Ist doch Ihnen überlassen .
jetzt antwortenKommentar meldenNee,stand auf meinem Computer . Fand es nicht übel .Stimmt doch auch 1 Oder ?
jetzt antwortenKommentar meldenKlingt resigniert, oder?
jetzt antwortenKommentar meldenWie wird man denn Sexperte ? Gibts da Kurse ? Staatlich gefördert ? Komm ich dann ins Fernsehen ?
jetzt antwortenKommentar meldenWissen Sie warum Frauen einen Mann brauchen ? Weil der Vibrator keinen Rasen mähen kann .
jetzt antwortenKommentar meldenHält sich eigentlich jemand an die Meinung einer Sexexpertin. Oder habe ich das falsch verstanden, hält man sich eine Sexexpertin? Der Expertin fehlt m.E. der Zugang zur Erotik. Der Vibrator scheint mir hierfür ungenügend zu sein.
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