Karl Lagerfeld ist für seine Entwürfe berühmt und für seine oft beleidigenden Sprüche berüchtigt. Nun verteidigte der Modeschöpfer dürre Models. Dafür nennt er deren Kritiker «dicke Muttis» mit Vorliebe für Chips.
Karl Lagerfeld, Modeschöpfer mit losem Mundwerk und offiziellem Alter 71, findet die Debatte über zu dünne Models absurd. «Da sitzen dicke Muttis mit der Chips-Tüte vorm Fernseher und sagen, dünne Models sind hässlich», zitiert ihn das Nachrichtenmagazin Focus. Die Welt der schönen Kleider habe aber schließlich mit Träumen und Illusionen zu tun, verteidigt Lagerfeld die Dürren. Runde Frauen wolle da niemand sehen.
Immer wieder wird kritisiert, dass die Modebranche zu dürre Frauen zeige. Zuletzt hatte jedoch die Frauenzeitschrift Brigitte für Aufsehen gesorgt, als sie ankündigte, nicht mehr mit Profi-Models zusammenarbeiten zu wollen. Statt der Mager-Models will die Zeitschrift künftig Mode an Frauen mit normaler Figur präsentieren. «Die gesamte Branche ist magersüchtig», hatte Chefredakteur Andreas Lebert erklärt. Models wögen heute 23 Prozent weniger als normale Frauen.
Demgegenüber sagte der Designer John Ribbe dem Focus, die Debatte sei hysterisch. «Das ist auch so ein Klischee wie das, dass alle Models Drogen nehmen und sich bei Sexorgien besaufen», erklärte der Hamburger. «90 Prozent sind ganz normale, wohlproportionierte Mädchen mit weniger Fett und mehr Muskeln, die auch Pizza und Burger essen.»
nak/news.de/dpa