Das ZDF schließt das Kapitel Kerner
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Nach fast zwölf Jahren endet das Kapitel «Kerner beim ZDF». Ab dem 2. November moderiert Kerner für Sat.1 ein wöchentliches Magazin und die Campions League. Das ZDF zeigt am Donnerstag ein «Best of Kerner».
Fast zwölf Jahre und 1168 Talkshows - das ist die Bilanz von Johannes B. Kerner beim ZDF. Am 15. Januar 1998 startete der heute 44-jährige Entertainer und Journalist nach seinem Wechsel vom Privatsender Sat.1 mit seinem ZDF-Talk.
An diesem Donnerstag (23.15 Uhr) erinnert das ZDF in einer Extraausgabe des Talks an die «bewegendsten Momente, die schönsten Gespräche und die hitzigsten Wortgefechte», wie die Redaktion mitteilte. Seit seinem ZDF-Einstieg 1998 bestritt der gebürtige Bonner, der sein Betriebswirtschaftsstudium ohne Abschluss beendete, 74.500 Sendeminuten und empfing mehr als 5000 Gäste. Dazu zählten unter anderem Gespräche mit Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl im Januar 2002 sowie das Rededuell zwischen Verona Pooth und Alice Schwarzer im Juni 2001.
In der Sonderausgabe gibt es ein Wiedersehen mit dem Tennis-Paar Stefanie Graf und André Agassi, Modemacher Karl Lagerfeld, Tennis-As Boris Becker, Entertainerin Pooth, «Pop-Titan» Dieter Bohlen, Hollywood-Star Will Smith, Humorist Loriot, ZDF-Zugpferd Thomas Gottschalk, Komiker Mario Barth und Moderatorin Michelle Hunziker. Das ZDF zeigt auch noch einmal Bilder von Ex-Justizminister Hans-Jochen Vogel, der in der Sendung auf das frühere RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock traf.
Kerner, der sich gerne mit seinen Initialen «JBK» bezeichnen lässt, verbindet mit seiner Sendung auch kuriose Erinnerungen: Eine zum Beispiel war, «als sich Luciano Pavarotti mit einem gerußten Champagnerkorken in meiner Sendung die Augenbrauen nachzog», berichtet Kerner. Oder: «Im Vorfeld vom Auftritt Sarah Fergusons wurde zwei Wochen mit dem Anwalt diskutiert, welche Fragen in der Sendung gestellt werden dürfen. Als ich sie am Tage der Sendung begrüßte, sagte sie: «Hi, I am Fergie, ask whatever you want - fragen Sie, was Sie wollen.»
Fest eingeprägt ins kollektive Kerner-Gedächtnis ist mittlerweile auch der Eklat um die Ex-Tagesschau-Sprecherin Eva Herman, die mit ihren Familien-Thesen kontroverse Debatten ausgelöst hatte und Kerners Sendung vorzeitig verließ. Unvergessen auch den Sturz von RTL-Talkmaster Hans Meiser, der vor laufender Kamera in den Schoß von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit fiel. Die Catering-Wunschliste von Sängerin Mariah Carey umfasste nach Redaktionsangaben eine Thunfischsorte, die für knapp 1000 Euro als Sushi gereicht werden sollte. Als Carey ankam, schickte sie den Fahrer aber als erstes zu McDonald's.
Ab dem 2. November moderiert Kerner ein wöchentliches Magazin auf Sat.1. Bei der Moderation der Champions League kann er sein Hobby, den Fußball, weiter pflegen. Kerner kehrt seinem bisherigen Arbeitgeber, dem ZDF den Rücken, weil ihm sein alter Arbeitgeber, Sat.1, ein Angebot gemacht hat, das er nicht ausschlagen konnte.
Ersatz für Kerner hat das ZDF schon eingeplant: Markus Lanz, im vergangenen Jahr von RTL zum ZDF gestoßen, wird zwei Talk-Sendeplätze, am Mittwoch und Donnerstag, übernehmen. Neuzugang Jörg Pilawa ist für den Dienstag und, genauso wie Lanz, für einige Show-Sendeplätze vorgesehen.
amg/nak/news.de/dpa
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"und Kerners Sendung vorzeitig verließ" Ja, die böse Eva Herman ist einfach so rausgegangen. Seltsam, irgendwie habe ich in Erinnerung, dass Kerner fünfmal die gleiche Frage gestellt, ihr dann nicht richtig zugehört und sie deswegen rausgeworfen hat. Deswegen ist der Auftritt im kollektiven Gedächtnis, nicht wegen ihrer Thesen, die gab es schon einige Woche davor.
jetzt antwortenKommentar meldenWas ist das schon wieder für ein unlesbarer Artikel? Keine vier Worte ohne Übelst-Fehler! Schreiben eigentlich nur noch Legastheniker?
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