Tango ist Kulturerbe
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Getanzte Leidenschaft und melancholische Rhythmen unter der Fahne der Unesco: Die UN-Organisation hat den Tango in die Liste des immatriellen Kulturerbes aufgenommen.
Tango-Tänzer dürfen sich künftig als Hüter des Kulturerbes der Menschheit fühlen: Ein Komitee der UNESCO nahm die südamerikanische Tradition am Mittwoch in Abu Dhabi auf die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf. Sie soll helfen, kulturelle Ausdrucksformen zu bewahren. Neben Tänzen finden sich auch die mongolische Pferdekopfgeige, die chinesische Bühnenkunstform Kunqu, das indonesische Schattenspiel oder der persische Mevlevi-Orden auf der Liste.
Der Tango Argentino, die ursprüngliche Form des Tanzes, entstand zwischen 1850 und 1900 in Buenos Aires. Daneben war auch die uruguayische Hauptstadt Montevideo Mittelpunkt der weltweiten Bewegung. Von dort aus wurde er schnell in der ganzen Welt bekannt und in verschiedenen Stilen weiter entwickelt. Die Zeit zwischen 1935 und 1955 gilt als das Goldene Zeitalter des Tango. Aber auch heute gehört der melancholische Tanz zum festen Bestandteil der Kultur am Rio de la Plata.
Neben dem Tango nahm das Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation zahlreiche weitere kulturelle Ausdrucksformen auf die Liste auf. Unter anderem das Drachenboot-Festival in China, die Heilig-Blut-Prozession im belgischen Brügge und die indonesische Batik-Technik. Deutschland ist bislang nicht vertreten.
amg/nak/news.de/dpa
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