Comeback des gesprochenen Wortes
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Von news.de-Mitarbeiterin Denise Peikert
Artikel vom 19.09.2009
Für Facebook und Twitter, inzwischen zu einer untrennbaren Wortgruppe der Verheißung verschmolzen, gibt es nun fast zeitgleich eine Telefonfunktion. So richtig heiß her geht es auf dem Markt aber erst, wenn Google mitmacht.
Gut 12.000 Menschen nutzen den Telefondienst Skype auf Facebook. Nicht gerade beeindruckend, angesichts der inzwischen mehr 300 Millionen Mitgliedern, die das soziale Netzwerk weltweit hat. Obwohl Skype mit seinen 450 Millionen Kunden locker mit Facebook mithalten kann, ist die arg verhaltene Resonanz nicht verwunderlich: Facebook-Nutzer können mit den neun verschiedenen Skype-Anwendungen zwar Kontakte finden, ihren Onlinestatus anzeigen lassen und per Klick zur Telefonanwendung selbst wechseln – direkt telefonieren können sie innerhalb von Facebook jedoch nicht.
Vivox will das ändern. Der amerikanische Skype-Konkurrent testet gerade ein Sprachchatsystem für Facebook, das in den kommenden Wochen online gehen soll. Zwar werden Nutzer auch hier, wie bei Skype, eine kostenlose Software auf ihren PC laden müssen. Vivox wird aber danach direkt in Facebook integriert sein. Jeder kann jeden in seiner Freundesliste per gesprochenem Wort erreichen, verspricht der Anbieter: unkompliziert und in besserer Sprachqualität als über Skype, wie es weiter heißt. Das eigentlich Spektakuläre: Die Vivox-Plattform wird auch Entwicklern anderer Facebook-Applikationen zur Verfügung stehen. Nicht nur im Chat, auch in den Spielen, Rätseln und Werbeanwendungen, werden sich Facebook-Nutzer künftig unterhalten können. Ein Grund mehr, viel Zeit auf den Seiten des Netzwerkes zu verbringen – und ein Grund mehr, darauf zu werben.
Das «verbale Equivalent» zu Twitter kündigt derweil ein anderer, ebenfalls amerikanischer Telefondienstanbieter an. Jajah startete nur einen Tag nach den Verlautbarungen über Facebook seinen Twitter-Telefondienst. Der funktioniert sogar ohne den Download einer zusätzlichen Software und über das eigene Telefon. Nutzer müssen ihre Telefonnummer – Handy oder Festnetz soll dabei keine Rolle spielen – bei Jaha hinterlegen und können dann per Tweet einen anderen Nutzer anrufen – solange der ebenfalls seine Nummer bei Jaha hinterlegt hat. Der Anruf ist zwei Minuten lang kostenlos – eine Größenordnung nach dem Geschmack von Twitter, für ernsthafte Telefongespräche jedoch nicht ausreichend.
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Wir haben einen Trend: Fast gleichzeitig wurde bekannt, dass auf Facebook und Twitter bald telefoniert mehr ...
Der Streit zwischen den Skype-Gründern und dem derzeitigen Eigentümer Ebay spitzt sich zu. Der Vorwurf: mehr ...
Ein Ende mit Schrecken ist Ebay lieber als ein Schrecken ohne Ende. Das Unternehmen hat mehr ...
Der Damm ist gebrochen: T-Mobile, Vodafone und O2 erlauben die Internettelefonie über ihre Funknetze. Der mehr ...
Ärger mit zu hohen Handyrechnungen? Wer ein Smartphone hat, kann mit einem kleinen Trick richtig mehr ...
Der Internettelefonieanbieter Skype ist vom Aus bedroht. Bereits im nächsten Jahr könnte der Dienst abgeschaltet mehr ...
Er ist der Torwächter der Internetleitung, sorgt für Ordnung bei den Nutzern und bringt die heimischen Daten mehr ...
Die Gerüchte kamen auf, verdichteten sich, jetzt ist es offiziell: Die Telefoniersoftware Skype wird für das iPhone mehr ...
Facebook wirft Ballast ab und bietet mit Facebook Lite eine neue Version für Puristen: Schneller mehr ...
Auch in der virtuellen Welt sorgt der Amoklauf von Ansbach für Aufregung. Twitterer haben die mehr ...