«Das ist weniger Liebe, sondern Sklaverei»
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Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh
Artikel vom 21.09.2009
Die Twilight-Bücher von Stephanie Meyer haben für ein Vampir-Fieber gesorgt. Was den Menschen an den Blutsaugern fasziniert und warum der Twilight-Hype auch gefährlich werden kann, erklärt Vampirologe Friedhelm Schneidewind im Gespräch mit news.de.
Stephanie Meyers Twilight-Saga sorgt momentan für einen regelrechten Vampir-Kult. Nur der Herr der Ringe oder Harry Potter haben eine ähnliche Massen-Euphorie ausgelöst. Wie erklären Sie sich dieses Vampir-Fieber?
Friedhelm Schneidewind: Daran ist nicht Twilight Schuld. Der aktuelle Vampir-Hype ist schon seit einigen Jahren zu beobachten und auch nichts Neues. Seit Jahrhunderten finden Vampire immer wieder riesige Fan-Clubs und alle 20 Jahre kochen sie dann richtig hoch. Meist zu Umbruchszeiten, etwa wenn es größere gesellschaftliche oder politische Krisen gibt. Und die haben wir in den letzten Jahren durchaus gehabt. Twilight hat dem Ganzen nur ein Sahnehäubchen aufgesetzt.
Woher kommt diese immer wiederkehrende Faszination für Blutsauger?
Schneidewind: Vampire sind mit die faszinierendsten Monster, die es überhaupt gibt. Und zwar deshalb, weil sie uralt sind und in allen Kulturen in irgendeiner Form vorkommen. Sie verkörpern wie kein anderes Monster archetypische Motive. Eins davon ist das Aussaugen. In fast allen Kulturen fühlen sich Menschen von anderen ausgesaugt und ausgebeutet. Hinzu kommt die Angst vor der Rache der Toten, die Angst vor ihrer Wiederkehr und das Motiv der Unsterblichkeit sowie die mythologische Frage ‹Was zahle ich dafür?›. Die Vorstellung ein Vampir zu sein, ist eine modere Form des Dopings: Als Vampir bekommt man all das, was man sich wünscht: stahlharte Muskeln, man altert nicht und muss dafür nur ab und an ein paar Leute umbringen und sich vom Sonnenlicht fernhalten. So kommt es in Twilight auch rüber, wenn Edward und Bella am Ende in ihrem zuckersüßen Happy End landen.
Die Rolle der Frau in Vampirgeschichten scheint sich geändert zu haben – vom Opfer zur Weggefährtin. Ist das ein Ergebnis der Emanzipation?
Schneidewind: Das hat im herkömmlichen Sinne nichts mit der Emanzipation, sondern vielmehr mit der sexuellen Befreiung zu tun.
Die Twilight-Bücher werden aber nicht selten als Plädoyer für den vorehelichen Triebverzicht gelesen. Stephanie Meyer ist gläubige Mormonin und lässt den Vampir Edward von Szene zu Szene mit sich kämpfen, seine große Liebe Bella nicht zu beißen. Wie passt das mit der sexuellen Befreiung zusammen?
Schneidewind: Twilight würde ich gar nicht in diese Richtung einordnen. Weder haben wir dort eine starke Frau, noch ist es ein moderner Vampirroman. Das Frauenbild, das wird dort vorfinden, ist in meinen Augen gruselhaft. Was tut Bella denn? Entweder stolpert sie durch die Gegend, kocht für ihren Vater oder macht ihm seine Wäsche. Später lässt sie sich dann von ihrem Geliebten beschützen, bevor sie am Ende als Super-Madonna ihren schützenden Mantel über alles breitet. Twilight muss man aus der Entwicklung der Vampirromane herausnehmen, die Bücher sind ein Sonderfall. Nur in einer Hinsicht nicht: Bei Twilight steht die Romantik im Vordergrund und das ist in den letzten Jahren in vielen Vampirromanen zu beobachten. In Twilight aber auf eine extrem konservative Weise, die ich teilweise schon für gefährlich halte.
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Pettinson empfinde ich absulot nicht für den richtigen Mann für Bella! Er ist einfach NICHT SCHÖN!!! und das soll er ja auch darstellen!? ICh verstehe nicht, warum man so ein Milchbubi nimmt, der ein nichtssagendes Gesicht hat!Keine Ausstrahlung! Schade
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