Als Bodybuilder und Filmschauspieler machte Arnold Schwarzenegger weltweit Karriere, dann wechselte er in die Politik. Nun wird der «Governator» zum Forschungsobjekt: Eine Tagung in Heidelberg widmet sich dem «Phänomen Schwarzenegger».
«Er hat eine beispiellose Karriere gemacht und ist eine kulturelle Ikone, die aus der amerikanischen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist», sagt Simon Wendt von der Universität Heidelberg. Gründe, warum der 62-jährige Schwarzenegger in Heidelberg zum Forschungsobjekt wird. Seit Freitag ist er Mittelpunkt einer Fachtagung von Nachwuchsforschern der Amerika-Studien. An Schwarzenegger lasse sich das «typisch Amerikanische» gut darstellen, sagt Wendt. Er habe von der Zuspitzung der Themen Körper und Image in den USA profitiert und sie mitgeprägt.
Drei Tage lang wollen sich Experten der Bereiche Geschichte, Politik und Kultur das Phänomen genau anschauen. Fragen, die bislang eher Film-Experten interessierten. Nun sollen verschiedene Fachrichtungen an einen Tisch. Die Veranstalter - neben dem Heidelberg Center for American Studies auch Wissenschaftler aus Freiburg und Berlin - planen, ihre Forschungsergebnisse zu veröffentlichen.
Bei der dreitägigen Veranstaltung werden sich die etwa 60 Gäste zunächst dem Körperlichen, also dem Bodybuilding und der Wirkung Schwarzeneggers in seinen Filmen widmen. Später rückt dann der Aufbau eines Images in den Mittelpunkt und die politische Karriere. Dabei soll die US-Innenpolitik insgesamt unter die Lupe genommen werden. Die einzelnen Veranstaltungen stehen unter Überschriften wie: «Vom ‹Bad Guy› zum ‹Family Guy›: Twins als Wendepunkt in Arnold Schwarzeneggers Karriere» oder «Vom ‹Governator› zum ‹Girlie-Man›?: Das politische Image Arnold Schwarzeneggers im Wandel».