Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Patrick Swayze war für viele nur Johnny Castle, der Tänzer aus Dirty Dancing. Der Rückblick auf sein Leben aber zeigt viel mehr. Er zeigt einen Mann, der diesem Klischee entkommen wollte, wie auch der Maschinerie von Hollywood. Gelungen ist ihm das leider nicht.
Es ist ein tragisches Leben, das da zu Ende gegangen ist. Eine Karriere, die oft eingedampft wird auf den einen Film, Dirty Dancing, auf das eine Image, den charmanten Frauenversteher, das eine Schicksal, die Krebserkrankung. Patrick Swayze hat viel dafür getan, diesen Klischees entgegenzuwirken. Er hat im wahrsten Wortsinn gearbeitet, so viel er konnte, er hat Rollen angenommen, die alles andere waren als sanft. Er hat Hollywood den Rücken gekehrt und sich zurückgezogen. In Erinnerung bleiben aber wird er vielen nur als Johnny Castle.
In all seinem Bemühen steckt eine große Leistung. Patrick Swayze war ein Schauspieler, der mehr als nur eine Zielgruppe für sich begeistern konnte. Für die Frauen war er ein Charmeur, für die Männer ein Vorbild. Trotz Dirty Dancing.
Im Umgang mit der tödlichen Krankheit Krebs forderte Swayze so viel Öffentlichkeit wie nötig ein und so wenig wie möglich. Er ging nicht hausieren mit seinem Schicksal, genauso wenig, wie er versuchte, aus seinem Image Kapital zu schlagen. In seiner Gastrolle in Dirty Dancing 2 spielte er denn auch eher mit einem Augenzwinkern, und vielleicht gerade deshalb den Hauptdarsteller an die Wand.
So unvergessen für viele Dirty Dancing bleibt, so unvergessen muss auch seine eigene Persiflage auf diesen Film bleiben, die zeigt, wie wandelbar und selbstironisch Swayze war. 1990 trat er als Chippendale-Tänzer in der amerikanischen Comedyshow Saturday Night Live auf, gemeinsam mit dem 1997 gestorbenen Chris Farley, dem absoluten Gegenstück zu Swayze. All das zollt einem Respekt ab. Respekt für einen Schauspieler, der trotz aller Rückschläge, trotz all dem Druck, trotz seiner Krankheit vor allem eines blieb: sympathisch.
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