Von news.de-Redakteurin Nadine Kotré
Seit Michael Jacksons überraschendem Tod beherrschen Gerüchte und Spekulationen die Medien. Stand zuerst die Todesursache im Vordergrund, beschäftigen sich die Boulevardmedien nun immer mehr mit dem Privatleben des King of Pop.
Nach Michael Jacksons Tod steht vor allem eine Frage im Raum: Wer ist der biologische Vater seiner drei Kinder Prince, Paris und Prince II? Die Möglichkeit Michael Jackson könne unter Umständen doch der leibliche Vater seiner drei Kinder sein, steht offenkundig gar nicht mehr zur Diskussion.
Also begibt sich vornehmlich die amerikanische und britische Boulevardpresse auf die Suche nach dem Erzeuger der Jackson-Sprösslinge. Die Recherchen der News of the World, des National Enquirers oder der Sun müssen Dank einiger redefreudiger Männer allerdings nicht all zu investigativ ausfallen.
Einer der gern über seine enge Freundschaft zum King of Pop und diesbezügliche freundschaftliche Dienste spricht, ist Jacksons langjähriger Hautarzt Dr. Arnold Klein. Dessen Anwalt erklärte dem amerikanischen US-Magazins US Weekly erst kürzlich, dass es zumindest eine Wahrscheinlichkeit gebe, dass sein Mandant der biologische Vater der zwei älteren Kinder sein könnte. Da sich Klein dieser Möglichkeit «wohl bewusst ist», nahm er an dem Sorgerechtsprozess teil. Der verantwortliche Richter nahm den Einspruch Kleins auf Bedenken zwar zur Kenntnis, lehnte aber jegliches Mitspracherecht von Seiten des Arztes ab.
Wichtigstes Indiz für die Theorie, Klein sei der Vater, ist die Tatsache, dass Debbie Rowe, Michael Jacksons zweite Ehefrau und Mutter von Prince und Paris, in Kleins Arztpraxis angestellt war. Einen DNA-Test lehnt Klein mit der Begründung ab, dieser wäre nur im Interesse anderer Personen, nicht aber im Interesse der Kinder.
In diesen Dingen aufgeschlossener zeigt sich der zweite vermeintliche Vater namens Mark Lester, enger Freund Jacksons und Patenonkel seiner drei Kinder. Dieser ist im Gegensatz zu Klein sehr wohl bereit per DNA-Test zu beweisen, dass er der Vater von Paris Jackson ist. «Ich habe Michael mein Sperma gegeben, damit er Kinder haben kann - und ich glaube, Paris ist meine Tochter», sagte Lester der News of the World. Die Spermaspende sei eine große Ehre für ihn gewesen. «Es war ein Geschenk, es wurde kein Geld bezahlt», so der 51-Jährige.
Und natürlich hat auch Lester aussagekräftige Beweise für seine Behauptung parat: seine Tochter Harriet. Die Ähnlichkeit zwischen seiner 15-jährigen Tochter und der elfjährigen Paris sei derart frappierend, dass Paris einfach seine Tochter sein müsse. Die blasse Haut und die blauen Augen von Paris sprächen Bände.
Dem objektiven Betrachter erschließt sich diese Ähnlichkeit jedoch nur bedingt. Besonders was die «blasse» Hautfarbe der Elfjährigen angeht, kann man durchaus geteilter Meinung sein.
Nachdem sich Väter für Prince und Paris sowie für Paris gefunden hatten, durfte auch Jacksons Jüngster, Prince II oder Blanket genannt, nicht ohne wahren biologischen Vater bleiben. Den fand die Sun in Macaulay Culkin. Dem Macaulay Culkin, der mit Kevin – Allein zu Haus ein gefeierter Kinderstar wurde – bis er in die Pubertät kam. Laut anonymer Quelle habe sich Jackson immer gewünscht, dass Culkin sein Sohn wäre. Also habe er ihn um Sperma gebeten und so sein Wunschkind erschaffen.
Angeblich habe auch Macaulay Culkin selbst an seine Vaterschaft geglaubt, wusste ein Insider zu berichten. Um so erstaunlicher, dass sich Culkins Pressesprecher nur wenig später zu Wort meldete und mitteilte, dass diese Gerüchte so lächerlich seien, um sie überhaupt zu würdigen.
Das wahrlich Faszinierende an der Suche nach dem wahren Vater der Jackson-Kinder ist, dass niemand glaubt, Jackson könne der Vater sein, es aber immer wieder Gerüchte gibt, er habe noch weitere Kinder gehabt.
Während andere also noch nicht einmal annehmen Prince, Paris und Blanket seien die leiblichen Kinder Jacksons, behauptete die Sun, ein 25-jähriger Mann namens Omer Bhatti sei das vierte Kind Jacksons.
Aussschlaggebender Hinweis für eine verwandschaftliche Beziehung zwischen Bhatti und Jackson war die Anwesenheit des 25-Jährigen bei der Trauerfeier. Dort saß er direkt neben Jacksons Geschwistern. Der Sohn einer Norwegerin verlangt mittlerweile einen DNA-Test, um die Vaterschaft endgültig zu klären.
Wenn man die Gerüchte hört, war Michael Jackson in den 1980ern sehr potent, eine Fähigkeit, die ihm bei seinen offiziellen Kinder abgesprochen wird. Denn nur ein Jahr nach Omer Bhatti wurde der heute 24-jährige Prince Michael Malachi Jet Jackson geboren. Wie der Name recht schnell erkennen lässt, geht der junge Mann davon aus, ein weiterer Sohn Jacksons zu sein. Dies sei ihm sein ganzes Leben lang erzählt worden, berichtete sein Anwalt. Fotos vom vermeintlich fünften Kind Jacksons gibt es bislang nicht - laut Anwalt soll die Ähnlichkeit mit dem verstorbenen King of Pop aber nicht zu übersehen sein.
Dieses Urteil wurde auch schon bei Omer Bhatti gefällt. Allerdings ist nicht so recht nachvollziehbar, ob die angeblichen Söhne mit einem Jackson anno 1979 oder einem Jackson anno 1989 verglichen werden.
Das neueste Gerücht spricht nun davon, dass Michael Jackson durch wiederholte Tritte in seiner Jugend schwere Verletzungen in der Leistengegend davon getragen hat. Diese haben während der Ehe mit Lisa Marie Presley dazu geführt, dass er sich einer Operation unterziehen musste, in deren Folge er unfruchtbar geworden sei. Vielleicht ist das die Erklärung für die unterschiedlichen Vaterschaftsaussagen?
Eines ist sicher: Auch wenn Jacksons Kinder von den Gerüchten und Spekulationen ferngehalten werden, sie wirken sich dennoch auf ihr Leben aus. Bestes Beispiel dafür ist ein Friseurbesuch von Paris Jackson vor wenigen Tagen. Nachdem ihre Haare gekürzt waren, ging ihr Bodyguard sicher, dass auch wirklich jede einzelne Strähne von Paris' Haar aufgesammelt, in eine Tüte gepackt und mitgenommen wurde - um sicher zu gehen, dass auch ja kein Haar für einen möglichen Vaterschaftstest zurückbleiben könne. Denn dieser wäre wahrscheinlich Gold wert.
juz/news.de
Es ist schon ziemlich übel, bei all dem was mittlerweile alles an Themen über Michael hoch kommt. Wer denkt eigentlich mal an die Kinder, wie die sich fühlen, bei all den Fragen, wer denn nun der Vater ist? Denen geht es sicherlich nicht gut dabei. Und ich denke schon, dass es seine eigenen Kindern sind. Und wenn nicht, wen interessiert das denn. Er hat sie doch aufgezogen etc. Fragt mal jemand nach, wer die leiblichen Eltern von Pitt/Jolies Kindern sind? Oder anderen, die Kinder adopiert haben? Warum dann bei Michael? Lasst die Kinder doch in Ruhe, die können ja am wenigsten dafür, und er hat sie über alles geliebt und sie ihn. Und das ist die Hauptsache!!!
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