Sa., 26.05.12

Kommentar zu Michael Jackson 03.09.2009 Und die Hoffnung begraben wir auch

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Von news.de-Redakteur Florian Blaschke

Wenn Michael Jackson zwei Monate nach seinem Tod beerdigt wird, spielt eines dabei die geringste Rolle: der Mensch Michael Jackson. Zu viele Gerüchte bleiben, zu viel schmutzige Wäsche wird gewaschen. Von letzter Ruhe kann keine Rede sein.

Erinnern Sie sich noch an den 24. November 1991? Dieser Tag war ein Sonntag, ein recht warmer Tag für November, und es war der Tag, als Freddie Mercury starb. An diesem Tag war ich zwölf Jahre alt, und obwohl er nun fast 18 Jahre zurückliegt, weiß ich noch genau, wo ich war und was ich tat, als ich diese Nachricht erfuhr.

Erinnern Sie sich noch an den 25. Juni 2009? Dieser Tag war ein Donnerstag, ein recht warmer Tag für Juni, und es war der Tag, als Michael Jackson starb. An diesem Tag war ich 29 Jahre alt, und obwohl er erst gut zwei Monate zurückliegt, weiß ich nicht mehr, wo ich war und was ich tat, als ich diese Nachricht erfuhr.

Man könnte Stunden damit verbringen, Mercury und Jackson, zwei Größen des Musikbusiness, miteinander zu vergleichen, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Und auch die Nachwehen, die Ihr Tod auslöste, der Rummel um ihre Personen, der Umgang der Medien - all das unterscheidet sich fundamental. Vor allem aber ließ sich nach Mercurys Aids-Tod in die Aufklärungskampagne, die am 20. April 1992 im Londoner Wembley-Stadion mit dem Freddie Mercury Tribute Concert ihren Höhepunkt erreichte, zumindest noch irgendein Sinn hineininterpretieren. Bei Michael Jackson hingegen ist kein Höhepunkt in Sicht, Sinn oder Unsinn stehen nicht zur Debatte, bei ihm wird alles überdeckt von einer Gemengelage aus Spekulationen, Gerüchten und Geldgier.

Ein Teil dieser Gemengelage ist aus dem Lebenswandel Jacksons entstanden, ein Teil aus seinem familiären Umfeld, einen Teil haben die Medien selbst produziert. Schon wenige Stunden nach den ersten Meldungen über seinen Tod konnte man, etwa bei Twitter, lesen, wie entnervt einige Menschen von der Berichterstattung waren. Der Mensch Michael Jackson, seine Musik, ist seitdem fast gänzlich hinter diesem Wust verschwunden, nun wird er in der kommenden Nacht beerdigt. Es schließt sich damit zwar ein Kapitel, aber das Buch Jackson liegt weiter offen vor uns. Es wird weitergehen mit Erbschaftsstreitigkeiten und Gerüchten, man wird versuchen, vermeintliche und echte Skandale aufzuarbeiten, und es werden weiter Menschen kommen, die Kapital aus dem toten Sänger schlagen wollen.

Seit fast zwei Monaten wird in den Feuilletons und Klatschblättern dieser Welt die immer gleiche Frage gestellt, die nicht beantwortet werden kann: Was bleibt vom King of Pop? 1991 war das nicht nötig, da war klar, was bleiben würde von Queen und Freddie Mercury: die Musik und HIV. Das war mehr als genug. Mercury ruht seitdem einigermaßen in Frieden. Die Hoffnung, das könnte bei Michael Jackson ebenso sein, können wir heute Nacht mit ihm begraben.

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Leserkommentare (10) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • biba
  • Kommentar 10
  • 19.09.2009 19:24
 

und zb. hat in einem STERN bericht wieder jemand jacko wacko geschrieben wie oft hat Michael in den letzten interw. gesagt nennt mich nicht so es tut mir weh und ich heiße Jackson... nun wo ist der respekt dieser schreiberlinge auch unter koop-verlag habe ich gerade wieder nur mist gelesen Kinder... böser anhänger schwarzer voodo magie und und und langsam sollte man die doch alle man richtig verkloppen... das hört nicht auf wie würden die sich fühlen wenn über sie sollche zeilen bis weit über den Tod weiter erfünden werden... den waren die Leute life dabei.. sicher 24.std 25jahre

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  • Biba
  • Kommentar 9
  • 19.09.2009 19:18
 

ich kann mich hier den Kommentaren sehr anschließen und das als nicht reiner Michael Fan erst zu dieser Traurigen Zeit habe ich mich intensiv beschäftigt leider merkt man meist erst...wenn was gut oder jemand besonders war. aber es ist so und immer noch wird weiter anstat das viele gute nur mist und ich rede hier überwiegend von Presse und einige Menschen die vermutlich selbst niemand helfen würden und in ihrem leben wenig auf die füsse gestellt haben, die lästern und setzen wieter gerüchte in die Welt...vermutl .würden sie es auch bei ihren oma tun..um eimal was gesagt zu haben todtraurig

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  • claudia wulfsen
  • Kommentar 8
  • 04.09.2009 13:24
 

ich weiss noch ganz genau wo ich war, als Freddie starb. zu hause und habe die nachricht im fernsehen verfolgt, sofort meine schwester angerufen. wir haben beide sehr geweint, obwohl es abzusehen war, durch seine Krankheit. Bei Michael war ich ebenfalls zu hause, mein sterbenskranker Hund lag vor mir und ich hatte das TV an. Sah direkt die Bilder. Und habe wieder geweint. ich kann es bis heute nicht glauben. Mit Michael ist eine ganze Reihe an Dingen gegangen. Vor allem ein Mensch der geliebt hatte und geliebt wurde. Und es auch immer wird, vor allem von seinen MIO. von Fans. Er hat so viel für die Menschen getan, nicht nur durch seine Musik, sondern aus dem Herzen. Wie viel hat er für die Armen getan, für Hungernde, Kranke, Sterbende. Und DAS sollte auch in unserer Erinnerung bleiben, darüber sollten die Medien berichtn. Und nicht, ob seine Nase abfällt oder wer denn nun die richtigen Eltern der Kinder sind. Ich hoffe, eines Tages wird darüber geschrieben.

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  • maraki
  • Kommentar 7
  • 04.09.2009 02:46
 

Jeder auf der Welt ob durch TV,Internet,Handy oder von Mund zu Mund, weiß wo er am 25. Juni nach Mitternacht war. Ich war im Bus mein Handy klingelte meine Tante sagte MJ IST TOD. Für viele Millionen schien die Welt in diesem Moment stehen zu bleiben alle hielten es für einen schlechten Witz der Presse. Doch war es die bittere Realität. MJ der hellste,größte Stern, der größte Entertainer war Tod! Bei Freddy (ich erinnere mich nicht) oder anderen bezweifle ich so eine Hysterie. MJ hat alles übertroffen,jegliche Rekorde gebrochen als Sänger,Tänzer und vor allem als Mensch. Um keinen zuvor oder danach wird jemals so sehr getrauert und geweint werden. ER hinterlässt eine riesige Lücke die nie je wieder gefüllt werden kann!

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  • Karo
  • Kommentar 6
  • 03.09.2009 23:50
 

Also ich weiß auch noch genau was ich getan habe als ich diese schockierende Nachricht in dieser Nacht vom 25. auf den 26. Juni erfuhr. Von Michael Jackson bleibt sein unvergessenes musikalisches Talent, sein revolutionärer Tanzstiel, seine perfekten Choreographien, sein ausergewöhnliches Entertaintment, sein bahnbrechendes musikalische Genie, sein übermenschliches soziales Engagenment, seine grenzenlose Liebe, seine Vison von einer besseren Welt und sein bezauberndes Lächeln. R.I.P. Michael

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  • Nadja
  • Kommentar 5
  • 03.09.2009 23:28
 

Freddie Mercury?? Hat mich damals nicht interessiert und tut es heute noch weniger. Seine Stimme hat mich immer genervt. Deshalb.....null Ahnung wo ich war und was ich tat. Sorry! Ich werde aber immer wissen, wo ich war als Michael starb. Gleich hier vor meinem PC. Nachts um halb 1. Der Fernseher lief und ich hörte seinen Namen und horchte auf! Ins Spital eingeliefert? Tot??? Kann nicht sein!!! Ich war einfach weg und geschockt, als ich merkte dass diesmal die Medien keine Lügen in die Welt setzten.....warum konnten sie nicht diesmal Lügen?? Dieses eine mal, wäre ich ihnen so dankbar gewesen!

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  • Rick
  • Kommentar 4
  • 03.09.2009 22:10
 

Ich weiss noch genau wo ich am 25. Juni war. Ich war einer der wenigen die leider schon um 12 UHr nachts wussten das der King of Pop tod ist. daher war der 25. für mich kein Normaler Tag. Michael wird als King of Pop in die Musik/Entertainment Geschichte eingehen ( HAndschuhe, Tanz, Moonwalk ) es wird nie wieder einen Musiker geben der so Erfolgreich sein wird und der solche Massen bewegt hat!

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  • Saida
  • Kommentar 3
  • 03.09.2009 18:24
 Antwort auf Kommentar 1

"Paranoide Berührungsängste"? http://www.youtube.com/watch?v=uCwjbD3MOjU

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  • knightriderman
  • Kommentar 2
  • 03.09.2009 18:14
 

Hallo Michael wird als King of Pop in die Geschichte eingehen, mit seinen Glitzerhandschuhen und Moonwalk.

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  • Klaus Schedlberger
  • Kommentar 1
  • 03.09.2009 17:08
 

Es ist doch so: Während Freddie Mercury ein hemdsärmeliger Typ zum Anfassen war, litt Michael Jackson zeitlebens unter tendenziell paranoiden Berührungsängsten. Unbestritten ist zwar, dass beide die Maskerade liebten, doch rückblickend betrachtet wird uns Freddie stets als King of Queen mit purpurnem Mantel und güldener Krone in Erinnerung bleiben, wohingegen der King of Pop im Großen und Ganzen als Ritter von der traurigen Gestalt in die Annalen der jüngeren Musikgeschichte eingehen wird...

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