Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh
Die schwangere Ex-Verlobte von Dirk Nowitzki wird ihren Sohn, den sie angeblich von dem Basketball-Star erwartet, wohl im Gefängnis auf die Welt bringen müssen. Crystal Taylor ist wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.
Cristal Taylor hat am Montag vor Gericht gestanden, es versäumt zu haben, ihren Bewährungshelfer aufzusuchen, berichtete die Zeitung The St. Louis Post-Dispatch. Außerdem habe sie zugegeben, 2000 in Texas zwei Mal wegen Ordnungswidrigkeiten festgenommen worden zu sein.
Die 38-Jährige hatte aber offenbar bis zuletzt auf die Gnade des Gerichts gehofft. Der Bild liegt ein Brief vor, in dem Taylor die Richterin Nancy Schneider bittet, doch ein Auge zuzudrücken. «Von 1995 bis 2002 war ich in einem Selbstzerstörungs-Modus. Ich war drogensüchtig und Alkoholikerin. Aus allem, das mir über den Weg lief, habe ich Vorteile gezogen», erklärte Taylor.
Auch Nowitzki erwähnt sie in dem Brief. Sie sei mittlerweile ein anderer Mensch und ihre Liebe zu dem Basketballer sei ehrlich gewesen. Er sei ein «großartiger Mann», den sie nun verloren habe. «Ich habe den höchsten Preis für meine Vergangenheit gezahlt. Als ich in unserem Haus verhaftet wurde und die Medien von meiner Geschichte Wind bekamen, verließ mich die Liebe meines Lebens. Ich kann ihm dafür keine Vorwürfe machen. Ich war es nicht wert, dass er mir eine Chance gibt.» Auch ihre drei Kinder (14, 17 und 19) aus früheren Beziehungen erwähnt sie.
Doch ihr Brief gibt ein großes Rätsel auf. Sie erwähnt mit keinem Wort ihre Schwangerschaft. Und wie die Dallas Morning News berichtet, konnte man bei ihrem Auftritt im Gerichtsaal auch keinerlei Ansatz eines Babybauches unter ihrer Gefängnis-Uniform erkennen. Ist Taylor also letztlich gar nicht schwanger? Spätestens Anfang nächsten Jahres wird man mehr wissen. Bis dahin müsste das Kind auf die Welt gekommen sein. Der Basketballer will im Falle einer Vaterschaft um das alleinige Sorgerecht kämpfen.
Doch laut Bunte könnte Nowitzkis Ex-Verlobte bereits in etwa 14 Monaten wieder auf freiem Fuß sein. Ein Jahr ihrer Gefängnisstrafe sollen zur Bewährung ausgesetzt worden sein, die 100 Tage Untersuchungshaft werden ebenfalls angerechnet. Der Bunten zufolge könnte Taylor, wenn sie 30 Prozent ihrer Haftstrafe abgesessen hat, wieder freigelassen werden.
Taylor war am 6. Mai im Haus des Basketballers verhaftet worden, der sie daraufhin verließ. Jahrelang wurde die US-Amerikanerin wegen mehrfachen Betruges und Fälschens von Dokumenten per Haftbefehl gesucht.
san/news.de/ap