Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Michael Jacksons Tod hat nicht nur ein Leben und eine - zuletzt wenig ruhmreiche - Karriere jäh beendet. Er hat auch noch einmal gezeigt, dass Jackson einer der letzten echten Weltstars im Musikbusiness war. Ihre Ära ist lange vorbei.
Michael Jackson. Ein Allerweltsname, eigentlich. Doch dieser Name ist auch Synonym - für Ruhm, für Popmusik und in den vergangenen Jahren immer öfter auch für Skandale. Der stetige Abstieg des King of Pop aber, die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs, die horrenden Schulden, der Größenwahn und die immerwährenden Spekulationen um seinen Gesundheitszustand haben nichts daran geändert, dass Jackson als einer der größten Musiker des 20. Jahrhunderts gilt.
Seit seinen letzten großen Erfolgen Ende der 1980er hat es wohl kein Künstler mehr zu solchem Ruhm gebracht. Keine Britney Spears, kein Robbie Williams, kein Justin Timberlake und keine Mariah Carey. Mit Sicherheit liegt das auch daran, dass Jackson polarisiert hat - nicht erst, seit er sich mehr und mehr in eine Fantasiefigur verwandelte. Es liegt aber auch daran, dass die Ära der großen Stars lange vorbei ist.
Die 15 Minuten Ruhm, die Andy Warhol einst proklamierte, sind Wirklichkeit geworden. Jeder kann heute ein Superstar sein, auch wenn dieser Titel nur noch Ramschware ist. Manchmal könnte man sogar meinen, es gehöre zum guten Ton, mindestens einmal im Leben im Rampenlicht gestanden zu haben, wie groß oder klein der Spot auch sein mag. Und jeder dieser 15-Minuten-Stars, ob gecastet oder selbsternannt, ob auf der Bühne oder im Internet, ist ein Konkurrent, der den Showgrößen von heute ein Stück Aufmerksamkeit klaut.
Aufmerksamkeit aber ist die wichtigste Währung im Showgeschäft. Jackson wusste das und er wusste, wie er sie bekam. Skandale? Kein Problem. Genügte es doch in den 1980ern noch, sich in den Schritt zu fassen, um zu provozieren. Innovation? Kein Problem. Mit dem 18 Minuten langen Video zu Thriller beispielsweise produzierte er nicht nur einen der teuersten Clips aller Zeiten, er schuf eine Legende.
Jackson war ein Produkt, ein Marketingerfolg, doch bis zu einem gewissen Punkt wusste er auch, dass wahrer Ruhm ohne Qualität nicht zu erreichen ist. Das Album Thriller ist Beleg dafür. Auch deshalb ist die Ära der großen Stars vorbei. Ein solches Maß an Innovation, gepaart mit musikalischer Qualität und perfekter Vermarktung hat seit Jacksons Welterfolg von 1982 niemand mehr erreicht. Auch Jackson selbst nicht.
voc/mik
Michael Jackson.... er sah als kind so richtig toll aus, aber anch seinen ganzen ops sah er nicht mehr aus wie er selbst.... so ein wenig entstelt.... ich finde es acuh richtig traurig das er jetzt tot ist... seine musik war so schön ich möchte sie so...
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