Darauf war der Suchmaschinengigant nicht vorbereitet: Hinter den vielen Suchanfragen zu Michael Jackson vermutete der Google News zunächst einen Hackerangriff und erschwerte den Zugang zu seinen Seiten.
Bei einer besonders hohen Anzahl von Anfragen zu dem selben Suchbegriff setzt Google ein sogenanntes Captcha ein. Besucher gelangen erst zu den Suchbegriffen, wenn sie eine angezeigte Buchstaben-Ziffernfolge richtig eingegeben haben.
«50 von 100 Suchen waren gestern Nacht zum Thema Michal Jackson. Das ist außergewöhnlich viel und in solchen Fällen geht Google automatisch von einem Hackerangriff aus und setzt das Captcha ein», erklärt Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland, gegenüber news.de. Zum Vergleich: Um Farrah Fawcett, die ebenfalls gestern vertorben war, drehten sich nur fünf von 100 Suchanfragen.
Das Captcha erschwerte eine halbe Stunde lang den Zugang zum amerikanischen Google News, google.de oder google.com waren nicht betroffen. «Ebenso liefen Suchen nach anderen Begriffen wie gewohnt», so Keuchel.
Das Monitoring-System von Akamai für den «Net Usage Index» stellte fest, dass der Datenverkehr von Nachrichtenseiten im Web um 50 Prozent nach oben schnellte.
Jackson dominierte auch das Twitter-Rauschen - mehr Tweets pro Sekunde zu einem Thema gab es zuletzt bei der Wahl von Barack Obama im November 2008. «Wir haben mehr als doppelt so viele Tweets pro Sekunde erlebt, als die Nachricht rauskam und die Leute ihren Schmerz und ihre Erinnerungen teilen wollten», schrieb Twitter-Mitbegründer Biz Stone in einer E-Mail. Zu ihnen gehörten auch prominente Twitter-Nutzer wie Lindsay Lohan, Ashton Kutcher, John Mayer und Ryan Seacrest.