«Minerva» darf weiter Kassandra sein
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Der südkoreanische Blogger «Minerva» darf weiter düstere Prophezeiungen zur Finanzwelt verbreiten. Ein Gericht in Seoul sprach ihn von der Anklage wegen «Verbreitung falscher Informationen» frei. Unter anderem hatte er den Kollaps von Lehman Brothers vorhergesagt.
Er könne nicht erkennen, dass der 30-Jährige dem öffentlichen Interesse habe schaden können, sagte der Vorsitzende Richter Yoo Young Hyeon. Die Staatsanwaltsschaft hatte 18 Monate Haft beantragt. Der Angeklagte mit dem wirklichen Namen Park Dae Sung habe falsche Informationen verbreitet, die Devisenmärkte beeinflusst und die Glaubwürdigkeit Südkoreas untergraben, erklärte sie. Dabei ging es um die Behauptung, die Regierung habe großen Finanzinstitutionen und Handelsfirmen verboten, US-Dollar zu kaufen.
In Südkorea haben die Beiträge des Bloggers angeblich zu einer Verringerung der Devisenreserven des Landes in Milliardenhöhe geführt. Es gehe um einen Schaden von schätzungsweise zwei Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro), hatte die Zeitung The Korea Herald unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet. Nun aber darf Minerva weiter KassandraKassandra, in der griechischen Mythologie die Tochter des trojanischen Königs Priamos, warnte vergebens gegen Ende des Trojanischen Krieges vor dem Trojanischen Pferd und der Hinterlist der Griechen. In der Folge ging Troja unter. sein.
Minerva - eigentlich der Name einer antiken Schutzgöttin und Hüterin des Wissens - war mit über 100 Artikeln in einem populären Internetforum zur Berühmtheit gelangt. Im Herbst vergangenen Jahres war sein Blog Tag für Tag von 200.000 Nutzern besucht worden. Zeitungen hatten seine Börsen- und Wechselkursprognosen zitiert und lange gerätselt, wer hinter dem Pseudonym steckte.
Den Medienberichten zufolge hatte der Blogger den Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers, eine deutliche Abwertung der südkoreanischen Landeswährung gegenüber dem Dollar und Auswirkungen der US-Finanzkrise auf die südkoreanische Wirtschaft richtig vorausgesagt. Auch hatte er sich kritisch zur Wirtschaftspolitik der Regierung geäußert. Einige seiner Voraussagen aber trafen nicht zu.
bla/seh
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"In Südkorea haben die Beiträge des Bloggers angeblich zu einer Verringerung der Devisenreserven des Landes in Milliardenhöhe geführt." Dafür hätten sie ihm einen ORDEN verleihen sollen. Jeder Dollar weniger ist ein Hoffnungsschimmer für sein Land mehr! Aber das werden die meisten Leute erst verstehen, wenn der wahre Wert des Dollar$ von den Regierungen und den Medien nicht mehr vertuscht werden kann. Seit 2006 wird von Amerika nicht mehr bekannt gegeben, wieviele Dollar$ nachgedruckt werden. Schätzungen gehen von 20% zusätzlichen Dollarnoten allein in DIESEM Jahr aus. Unter 50%? Locker...
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