Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Mit einer neuen Zeitschrift will der Sailer Verlag künftig sein Zeitschriften-Angebot abrunden. Das Magazin «Pippo» wendet sich dabei an eine völlig neue Zielgruppe: Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren. Sie soll das Magazin behutsam und spielerisch an das spätere Selbst-Lesen heranführen.
Eine Zeitschrift für Einjährige? Was zunächst nach einem Scherz klingt, entpuppt sich schnell als ernsthaftes Produkt. Pippo sei mit Kinderbüchern vergleichbar, sagt die zuständige Redakteurin beim Sailer Verlag, Bobby Kastenhuber. «Allerdings bieten wir monatlich neue Themen und haben den Vorteil, dass immer wieder die gleichen Helden in den Geschichten auftauchen.» Das sei nicht nur für die Kinder wichtig, die sich dadurch besser orientieren könnten, sondern auch für die Eltern: «Ich selbst habe zwei Töchter, ich weiß, wie ermüdend das war, 200 Mal die selbe Geschichte vorlesen zu müssen.»
Mit den Inhalten des Magazins will der Verlag seinen kleinen Lesern «auf einem sehr kindlichen Niveau Ausflüge in die Welt ermöglichen», sagt Kastenhuber. Vor allem aber sei das Heft für Kinder und Eltern gemeinsam gedacht. «Es soll darum gehen, dass den Kindern vorgelesen wird. Etwas pathetisch gesprochen schenken wir den Eltern Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen können.»
Ganz neu ist das Konzept von Pippo jedoch nicht. Als Popi verlegt es der Mutterkonzern des Sailer Verlags, die Bayard Mediengruppe, bereits erfolgreich in Frankreich. «Wir übersetzen die Geschichten nun ins Deutsche und erweitern das Heft um einen Elternteil, den wir redaktionell betreuen, etwa mit Hilfe von Psychologen», sagt Kastenhuber. «Der ist angesiedelt in der Nähe klassischer Elternratgeber, soll aber ganz klar auch Spaß machen.» Inhalt der acht Seiten für die Eltern: Büchertipps, Rezepte oder Erziehungsratgeber.
Im ersten Teil widmet sich jedes Heft einem eigenen Themenschwerpunkt, beispielsweise dem selbstständigen Gang zur Toilette. Neben Foto- und Bildergeschichten bietet das Magazin auch eine Reim- und eine Bastelseite sowie ein ausklappbares Bild. Die Seiten von Pippo bestehen aus extra stabilem Papier, damit Kleinkinder sie alleine umblättern könnten.
In ersten Tests habe das Magazin auch in Deutschland gute Reaktionen bekommen, sagt die Redakteurin. «Natürlich haben wir das getestet und gerade die Eltern sagen, das Magazin sei sehr niedlich und ansprechend.» Erhältlich ist Pippo allerdings nicht am Kiosk, sondern lediglich im Abonnement. Der Preis: 3,60 Euro pro Ausgabe. «Natürlich haben wir uns überlegt, wo wir ein solches Produkt preislich ansiedeln», sagt Kastenhuber. «Wir denken aber nicht, dass wir es damit zu teuer gemacht haben.»
kas
An Ihrer neuen Zeitschrift "Pippo" bin ich sehr interessiert- will mich aber erst einmal kundig machen,bevor ich ein ABO ordere. Besteht die Möglichkeit,mir ein Probeex. zu schicken? Meine Adresse lautet: Hannah H.- Strünke Mörsdorferstr. 1 56290 Buch Mit freundl. Grüßen Hannah H.-Strünke
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