Klinsmann will «taz» verklagen
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Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Artikel vom 14.04.2009Den Bayern-Trainer symbolisch ans Kreuz nageln? Für die einen ist das zu Ostern eine passende Metapher. Für die anderen, Klinsmanns Verein nämlich, die vielleicht schlimmste Entgleisung in deutschen Medien überhaupt. Der «taz» droht daher nun eine Klage.
Die linke tageszeitung (taz) ist bekannt für ihre heiß diskutierten Titelseiten. An diesem Wochenende zeigte das Berliner Blatt wieder einmal warum. Sie titelte mit einem ans Kreuz genagelten Jürgen Klinsmann und dem Zitat aus Monty Pythons Das Leben des Brian, «Alway look on the bright side of life» (Schau immer auf die Sonnenseite des Lebens).
Jürgen Klinsmann hatte am Montag in einem Interview mit der Zeit noch seine typisch schwäbische Zurückhaltung gezeigt: «Das sind Dinge, die ich mitbekomme, die aber, so extrem sie auch sind, nicht in meiner Macht stehen. Ich kann mich nicht in jemanden hineinversetzen, der so etwas macht. Ich habe dennoch Respekt vor jeder Person, auch vor jeder Meinung.»
Der anwesende Mediendirektor des FC Bayern aber, Markus Hörwick, war dem Trainer dazwischengegrätscht: «Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir gegen die vielleicht schlimmste Entgleisung, die es je in den deutschen Medien gegeben hat, rechtlich vorgehen werden.» Und genau das passiert nun. Klinsmann will das Blatt auf Schadenersatz und Unterlassung verklagen. Das teilte der 44-jährige Fußball-Lehrer über eine Münchner Anwaltskanzlei der taz mit. Die Zeitung soll eigenen Angaben zufolge eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung unterzeichnen, andernfalls werde «gerichtliche Hilfe» in Anspruch genommen. Die Anwaltskanzlei setzt einen Streitwert von 100.000 Euro an und fordert bei Zuwiderhandlung eine Vertragsstrafe in Höhe von 50.000 Euro.
«Endlich, ein Karikaturenstreit im Fußball!», hatte die Zeit polemisch reagiert. Bei der taz in Berlin sieht man die Angelegenheit gelassener. Der Chef vom Dienst der Zeitung, Klaus Hillenbrand, sagte: «Unsere Leser sind ziemlich gebildet, wir sind davon ausgegangen, dass jeder das Zitat erkennt.» Eine Klage des FC Bayern wäre «völlig übertrieben».
Hillebrand hatte weiter gesagt, man habe weder den Trainer noch die religiösen Gefühle der Leser verletzen wollen. «Wir stellen nur satirisch da, wie Klinsmann in der Öffentlichkeit vom Heilsbringer zum Buhmann und Nichtskönner degradiert wurde.» Den Konflikt mit dem FC Bayern scheut man in Berlin nicht. Die taz erklärte, man denke nicht daran, eine solche Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung zu unterschreiben und sehe einem Prozess gelassen entgegen.
sbe
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Die TAZ hat schlecht geklaut. Hier http://www.football-crazy.de/?p=262 das immanent wesentlich stimmigere Vorbild der gegenwärtig leider nur selten agierenden Fußball-Satiriker von football-crazy.de Ständig bedient sich (auch) der "Qualitätsjournalismus" schamlos bei Bloggern und Aficionados, um dieselben indes bei jeder sich bietenden Gelgenheit ebenso schamlos zu degradieren. Übrigens, Football-Crazy musste mal 1000 DM Strafe an die Bazis zahlen, weil man sich das etwas alberne Wortspielchen "Talibayern" erlaubt hatte.…
jetzt antwortenKommentar meldenich finde , dieses geht zuweit, wenn diese Herren auch meinen sie hätten recht.wessen Geist diese Menschen haben.eine saftige Strafe und eine Enschuldigung, was eigentlich nicht zu entschuldigen ist.
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