Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Gerade erst wählte RTL Daniel Schuhmacher zum neuen Superstar, da steht schon das nächste Casting-Finale an: Heidi Klum kürt bei ProSieben «Germany`s Next Topmodel». Angeblich stehen die drei Teilnehmerinnen der Endrunde längst fest.
Eines steht fest: Es wird ein Finale ohne rothaarige Beteiligung. Maria (20) ist in der vergangenen Woche am Ende von Heidi Klums Catwalk angelangt. Sie kann nicht mehr Germany's Next Topmodel werden. Sie wird auch nicht das Gesicht der nächsten C&A-Kampagne. Aber sie kann jetzt endlich das fiese Rot ihrer Prinz-Eisenherz-Helmfrisur entfernen.
Eine Überraschung war es nicht, dass Maria gehen musste. Schließlich haben wir mit Barbara Meier bereits ein rothaariges Topmodel. Und außerdem: Die 1,79 Meter große Würzburgerin ist der Jury nicht «kommerziell genug», hat «Ecken und Kanten» und ist viel zu «unproportioniert», wie Designer Philipp Pein in einer der letzten Folgen sagte. Er meinte damit wohl «zu dick». Dabei trägt Maria Kleidergröße 36. Den Gnadenstoß versetzte ihr aber Gastjurorin Victoria Beckham - die Fußballergattin, die nur noch von einer Handvoll Knochen zusammengehalten wird. Mit einem abfälligen Blick stellte sie kürzlich fest, Maria hätte zu breite Hüften und die Jeans wirke an ihr «unvorteilhaft».
Sonnenschein Sara (19) ist dagegen im Finale. Kein Wunder, die Tochter äthiopischer Einwanderer ist der Liebling der Jury. «Die Leute lieben dich, ich liebe dich jetzt auch», versicherte ihr Jurymitglied Rolf Scheider vergangenen Donnerstag. Nur ein Handycap könnte der Münchnerin ihren Triumphzug verhageln: die Hautfarbe. «Menschen mit Farbe sind nicht so kommerziell wie weiße Menschen», musste sich Sara von Modelmama Heidi höchstpersönlich sagen lassen. Was nur wollte Heidi ihr damit signalisieren? Dass es dunkelhäutige Models generell schwerer im Modelgeschäft haben? Soll Sara nicht auf den Sieg hoffen und sich darüber freuen, dass sie überhaupt so weit gekommen ist? In der Tat jedoch ist die Diskriminierung auf den Laufstegen und Titelseiten dramatisch. Schätzungsweise nicht einmal fünf Prozent aller Models weltweit sind schwarz.
Da haben die «weißen» Mitbewerberinnen Jessica (21), Mandy (18) und Marie (20) eindeutig die besseren Karten. Obwohl: Für Jessica dürfte es heute eng werden, Miss Missmut aus Wolfsburg wird wohl rausgeekelt. Sie hat sich zwar gerade einen tollen Laufstegjob bei Designer Kevan Hall geangelt – sehr zum Ärger von Laufsteg-Queen Mandy, die postwendend Hässlichkeiten über Jessica ausspuckte. Mandy meinte sogar, dass Jessi gesagt habe, das größte Geschenk, das man ihr machen könne, sei, sie nach Hause zu schicken. Genau diesen Eindruck vermittelt die Wolfsburgerin auch schon seit geraumer Zeit. Lustlos latscht sie über den Catwalk, schaut auf den Boden und deutet Posen bestenfalls an. Nur mit ihrer «süßen Zahnlücke» kann sie noch bei der Jury punkten.
Candy Mandy aus Witten in Nordrhein-Westfalen steht dagegen auf der sicheren Seite: In ihrem selbstgebastelteten knappen Bonbon-Bikini warf sie in der letzten Folge mit Süßigkeiten um sich und wurde trotz «Kindergeburtstags-Atmosphäre» mit mächtig Lob überschüttet. Und wird wohl auch Germany's Next Topmodel. Warum? Sie hat sich laut Jury in den vergangenen Wochen am meisten entwickelt und ist extrem ehrgeizig – sie übt seit ihrem zwölften Lebensjahr das Laufen. Außerdem ist sie mit 18 Jahren die Jüngste in der Runde und hat damit das größte Potenzial. Einziges Manko: Sie hat blondes Haar – wie die Siegerinnen der Staffeln 1 und 3, Lena Gehrke und Jennifer Hof. Aber die Haare lassen sich ja färben.
Auch Marie dürfte schnurstracks ins Finale wandern: Wer schmeißt schon Schneewittchen aus der Show? Wenngleich ihr laut Jury das «gewisse Etwas» fehlt. Aber die 20-jährige Brünette aus Gauting bei München hat die meisten Werbejobs an Land gezogen und sorgt für die wildesten Spekulationen. Erst hieß es, ihr Sieg sei eine todsichere Sache. Dann will sie angeblich wegen der «Knebelverträge» bei ProSieben und Papa Klum auf einen Sieg freiwillig verzichtet haben. Das weist Marie mit den Worten «absoluter Schwachsinn» zurück.
Aber die Bevormundung ist nicht von der Hand zu weisen: War es bei den vorherigen drei Staffeln so, dass die Siegerin neben Werbedeals auch einen Vertrag mit der Modelagentur IMG gewann, muss sich die Gewinnerin der vierten Staffel jahrelang vertraglich an ProSieben und die Heidi Klum GmbH binden.
Aber einfach aufgeben kurz vor dem Ziel? Das wäre dumm. Denn was haben Marie und ihre Konkurrentinnen in den vergangenen Monaten nicht alles über sich ergehen lassen? In 20 Meter Höhe an einem Heißluftballon hängend herumturnen, sich fast nackt in einem Bett aus Rosenblättern räkeln und mit Kakerlaken posieren. Und dann die Sprüche von Heidi, die den Kandidatinnen seit Wochen den Merksatz einhämmert. «Schön sein allein reicht nicht für die Modelkarriere, ein bisschen Grips gehört auch dazu.» Die 35-Jährige geht mit gutem Beispiel voran und formuliert Sätze wie: «Wer ist mehr kreativ als wie die anderen?»
Aber der Hohn - kürzlich wurde sie von der Zeitschrift Stern als «die schönste Hexe der Welt» bezeichnet - kann ihr egal sein. Die Quoten sind sensationell, das Finale am Donnerstag in der Kölner Lanxess Arena ist ausverkauft, die Werbeverträge mit der Siegerin sind unter Dach und Fach. Der Rubel rollt.
Germany's Next Topmodel, 20.15 Uhr, ProSieben.
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hmm ich finde ..das scheisse :-D aber es muss ja so sein .. anders geht es ja net ^^.... aber iwii .. geht das alles zu schnell erst ist doch die sarah Germany`s Next topmodel geworden u dann geht es wieder weiter ... man hört garnichts mehr von den alten models.. die gewonnen haben ..XD wie bei deutschland sucht den superstar ist auch soo ..eig bei jeder show ...iwii hat das kein sinn ..
jetzt antwortenKommentar meldenIst doch logisch, dass die Finalistinnen feststehen, da lediglich das Finale am Donnerstag live übertragen wird.
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