Deutschlands Straßen vor der Google-Linse
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Von news.de-Redakteurin Anja Guhlan
Artikel vom 27.03.2009Allen Protesten zum Trotz schickt der Internetgigant Google wieder mit Kamera ausgerüstete Autos auf Deutschlands Straßen. Sie fertigen Aufnahmen für den Dienst Street View an.
Im Herbst letzten Jahres hatte Google seine Aufnahme-Aktion für Street View abgebrochen. Laut Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland, sei die Aktion jedoch nicht wegen der heftigen Kritik gegen das Projekt gestoppt worden. «Vielmehr benötigen wir für die Aufnahmen gutes Wetter», erklärte Keuchel.
Demnach muss gestern im schweizerischen Biel gutes Wetter gewesen sein. Denn am Donnerstag um 13.15 Uhr wurde in der Badhausstraße in Biel ein Google-Street-View-Auto gesichtet. Ab Freitag werden diese auch auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. In welchen deutschen Städten die Autos wann zu sehen sind, verriet Keuchel nicht.
Mit dem Dienst Street View können größere Städte am Computer aus der Sicht eines Autofahrers angesehen werden. Dazu sind Google-Mitarbeiter seit Jahren rund um die Welt mit 360-Grad-Kameras unterwegs. Sowohl Bürger als auch Datenschützer halten die Aufnahmen weiterhin für fragwürdig. Auf einigen Google-Street-View-Bildern waren unter anderem nackte Kinder und Kunden vor Sex-Shops zu sehen.
Keuchel betont, dass Street View keine Livebilder zeigt und man durch eine spezielle Software Gesichter und Kennzeichen verwischt. «Zwischen den Aufnahmen und der Veröffentlichung vergehen Monate», fügt er hinzu. Darüber hinaus gebe es bei Street View die Möglichkeit, Google zum Entfernen von Bildern aufzufordern, die zum Beispiel das eigene Haus zeigen. Auch Nutzer, die glauben, dass sie auf einem Bild noch erkennbar sind, könnten über ein Online-Formular die Entfernung des Motivs beantragen.
Der Anteil solcher Anfragen liegt laut Keuchel in den Ländern, von denen Street View-Aufnahmen bereits verfügbar seien, im Promille-Bereich. Bisher ist Street View unter anderem in den USA, Großbritannien und Frankreich verfügbar. Wann der Dienst auch Bilder von Straßen und Häusern in Deutschland zeigt, lässt sich Stefan Keuchel zufolge noch nicht sagen. «Wir machen jetzt erstmal mit den Aufnahmen weiter.»
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Bitte doch erst einmal informieren bevor man groß Schaum schlägt. Nordamerika ist das beste Beispiel, wo es bereits seit längerem ohne jeglicher Probleme sehr gut funktioniert und das es obendrein auch noch sehr hilfreich sein kann, ist wohl unbestritten. Etwas mehr Objektivität und Gelassenheit würde uns sehr gut stehen!
jetzt antwortenKommentar meldenDie Kamera ist so hoch angebracht, daß sie Einblick über Zäune und Hecken hinweg auf private Gelände - also in die direkte Privatsphäre der Bürger - ermöglicht. Aufnahmen "in Augenhöhe" wären sicher anders zu beurteilen, aber Aufnahmen von einer Kamera, die von einem auf einem Autodach montierten Stativ aus gemacht werden untersage ich jeder Firma, jeder Behörde und jedem Privatmann, wenn die Möglichkeit besteht, daß mein Eigentum irgendwie davon betroffen sein könnte! Google soll sich warm anziehen. Ich werde, sollte ich betroffen sein, klagen!
jetzt antwortenKommentar meldenHabe die ersten Aufnahmen von Paris gesehen. Einfach toll und eine Bereicherung! Vor WAS hat Herr Johannes Caspar eigentlich Angst??????????? So macht die Adressensuche Spaß und ist vor allen Dingen informativ. Macht weiter!
jetzt antwortenKommentar meldenDem Kommentar des Herrn Scheuer kann ich nur zustimmen. Das beste von Google bisher. Weiter so
jetzt antwortenKommentar meldenIch halte diese Unternehmung für (fast) absolut ungefährlich. Es ist eine tolle Sache!!! Ich freue mich schon sehr, die Möglichkeiten zu nutzen; dadurch wird Adresssuche viel interessanter. Ich kann mir vorstellen, wie groß die Bereicherung für Navigationsgeräte ausfallen wird. Macht bloß weiter! Walter in froher Erwartung
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