Ein Jahr nach der umstrittenen Adoption des kleinen David will Popdiva Madonna ein weiteres Kind aus Malawi annehmen. Das verlautete aus Regierungskreisen des verarmten afrikanischen Staates. Die US-Regierung bestätigte den Adoptionsantrag.
Madonna wird sich am Wochenende in der Hauptstadt Blantyre aufhalten, und am Montag ihren Adoptionswunsch vor einem malawischen Gericht erklären. Ein Vertreter der US-Regierung bestätigte, dass die Sängerin einen Adoptionsantrag eingereicht habe.
Nach Davids Adoption im Mai vergangenen Jahres kam es zu einer hitzigen Debatte, ob für den Weltstar Regeln gebrochen wurden, um das Kind in ihre Obhut zu geben. Das malawische Recht schreibt eigentlich vor, dass die Adoptiveltern sich mit dem Kind zunächst für 18 bis 24 Monate in Malawi aufhalten müssen. Madonna und ihr damaliger Ehemann Guy Ritchie durften David 2006 aber sofort mit nach London nehmen; rechtskräftig wurde die Adoption knapp zwei Jahre später.
Es gab bereits seit längerem Gerüchte, dass Madonna noch ein malawisches Mädchen adoptieren will. In der vergangenen Woche sagte die 50-Jährige der malawischen Zeitung The Nation, sie werde dies aber nur tun, wenn sie die Unterstützung der dortigen Bevölkerung und Regierung habe.
Kritiker äußerten am Donnerstag die Sorge, dass für Madonna erneut das malawische Recht gebrochen werden könnte. Dieses verbietet Adoptionen für Alleinstehende und Geschiedene. Madonna ist seit ihrer Scheidung von Ritchie Ende vergangenen Jahres alleinerziehende Mutter von drei Kindern: der zwölfjährigen Lourdes, dem acht Jahre alten Rocco und dem inzwischen dreijährigen David.
nak/gua