Business-Netzwerke Xing und Co. als Bewerbungsmappe

Karrierefördernde Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn liegen aktuell stark im Trend. Wer etwas auf sich hält, registriert sich. Doch was genau bringt ein Eintrag? Können Netzwerke den erhofften Job verschaffen?

Xing (Foto)
Suchen und gefunden werden - Xing und Co. bieten zahlreiche neue Möglichkeiten für Stellensuchende. Bild: dpa

Online-Businessnetzwerke erobern den heimischen Markt und profitieren von der weltweiten Wirtschaftskrise, denn besorgte Nutzer verstärken die Online-Kontaktpflege. So konnten Portale wie Xing oder das neue deutschsprachige Online-Netzwerk LinkedIn in den vergangenen Monaten aufgrund der unsicheren Joblage deutliche Nutzerzuwächse verzeichnen.

Neben den Neuregistrierungen haben sowohl bei Xing als auch bei LinkedIn die Aktivitäten der Nutzer auf den Portalen zugenommen. Das amerikanische Online-Netzwerk LinkedIn, das im Jahr 2002 von Reid Hoffmann gegründet wurde, hat nach eigenen Angaben 35 Millionen Mitglieder weltweit und 500.000 deutschsprachige Mitglieder (Stand: Februar 2009). Im Gegenzug nutzen rund 6,5 Millionen Nutzer (Stand: September 2008) das in Hamburg gegründete Portal Xing.

Doch was bringen die Profil-Einträge? Karriereberaterin Svenja Hofert erklärt: «Business-Netzwerke sind der Trend der Zukunft. Über kurz oder lang werden Business-Portale Bestandteil jedes RecruitingsDas Wort Recruiting stammt aus dem Englischen und bedeutet Rekrutierung. Bei diesem Verfahren wird ein Personalberater damit beauftragt, für ein Unternehmer neue Mitarbeiter zu suchen. sein. Da werden die Bewerberdaten zum Beispiel gleich aus Xing gezogen.» Schon heute setzen offenbar 94 Prozent aller deutschen Unternehmen bei der Mitarbeitersuche auf das Internet – das ergab eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom. Hofert schätzt, dass je nach Branche auch 25 bis 30 Prozent der Personalberater oder Arbeitgeber auch aktiv über solche Business-Portale nach Mitarbeitern Ausschau halten.

Der stellvertretende Vorstand des Fachverbandes Personalberatung der BDU (Bundesverband Deutscher Unternehmensberater), Michael Heidelberger, bestätigte, dass in den letzten Jahren die Personalsuche über Xing und Co. zugenommen habe, grenzt jedoch ein: «Seriöse Personalberater suchen zu altbewährten Bewerbungsmechanismen nur in Ergänzung nach potenziellen Mitarbeitern bei Xing. Denn solche Portale bilden nur einen Teil der Wirklichkeit ab. Unternehmen wollen deshalb weiterhin die klassische Bewerbung – wenn auch heute meistens per E-Mail.»

Also sollte sich nun jeder User ein Profil anlegen, seine beruflichen Qualifikationen eingeben, ein paar Kontakte herstellen und auf gute Jobangebote hoffen? Denn laut den meisten Businessportalen haben die Bewerber mit einem vollständigen Nutzerprofil, vielen Kontakten und Empfehlungen die besten Aussichten auf eine Zusage. «So einfach geht das nicht. Die Selbstpräsentation bei Businessnetzwerken ist schon sehr zeitaufwendig. Das Profil muss gut gepflegt sein. Lieber sollte man gar kein Profil haben, als nur ein Halbherziges», rät Hofert. Gute Tipps zur Profilpflege gibt zum Beispiel der offizielle Xing-Trainer Joachim Rumohr in seinem gleichnamigen Blog. Beim Personalberater-Blog findet man hilfreiche Tipps wie LinkedIn die eigene Karriere fördern kann.

ruk

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Mario Döring
  • Kommentar 2
  • 14.09.2010 15:40

Ich möchte ihnen meine seit Mai 2010 gestartete online Kommunikationsplattform http://www.XanXi.de vorstellen. XanXi ist dient dabei als Schnittstelle zwischen Existenzgründern, Unternehmern und Entscheidern. "XanXi hilft Exisenzgründern direkt und einfach neue Geschäftskontakte zu knüpfen." Die Mitgliedschaft auf XanXi.de ist unverbindlich und kostenlos.

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  • Kommentar 1
  • 28.03.2009 20:18

Danke fuer diesen gutgeschriebenen Bericht. Business Networks erweitern sich taeglich. In Canada gibt es eine webseite die implementiert Videos zu Bewerbungen www.mayomann.com hat sogar de absichten sich im deutschen Markt auszubreiten.... Nicht schlecht. Endlich werden Videos sinnvoll genutzt und nicht nur dummes auf Youtube. Mike

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