Schützende Tipps gegen Facebook-Lauschangriffe
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Von news.de-Redakteurin Anja Guhlan
Artikel vom 20.02.2009Mit Freunden chatten, Fotos austauschen oder neue Kontakte knüpfen - das alles bietet Facebook. Doch das AGB-Debakel bei Facebook hat nun große Wellen geschlagen. Wie der Nutzer seine Privatsphäre bei dem Portal besser schützen kann, verrät news.de.
Aus Empörung über die verschärften – und mittlerweile wieder zurückgenommenen – Änderungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Facebook, meldeten sich einige User bei dem sozialen Netzwerk ab. Heiß diskutiert wird nun auch, wie der User seine Daten gegen Missbrauch schützen kann.
Der beste Schutz vor Datenmissbrauch ist Vorsicht. Denn je mehr Daten gesammelt werden, umso größer ist das Potenzial für Missbrauch, fasste Harald Glatz das Ergebnis einer Studie der Akademie der Wissenschaften zum Thema Datenschutz gegenüber dem österreichischen Kurier zusammen. Jeder User sollte deshalb wissen, dass ein gesprochenes Wort schnell vergessen wird, gesetzte Postings im Internet jedoch lange gespeichert werden.
Während Datenschützer somit zur Zurückhaltung bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken mahnen, wollen User weiterhin mit Freunden in Kontakt bleiben, Fotos austauschen und neue Kontakte knüpfen. Dabei gibt es bei Facebook und auch anderen Netzwerken immer Privatsphäre-Einstellungen, die gegen Missbrauch schützen können. Anhand von Facebook erläutert news.de die wichtigsten Einstellungen. Die im Text angegebenen Links können nur bei angemeldetem Log-In verfolgt werden.
Verwenden von Freundeslisten: Kontakte sollten stets in verschiedenen Gruppen in den so genannten Freundeslisten unter «Freunde» organisiert werden. Dazu kann der User alle seine Kontakte zum Beispiel den Gruppen «Freunde», «Familie» und «Geschäft» zuordnen. Bei den einzelnen Gruppen können spezifische Datenschutzrichtlinien ausgewählt werden. So kann der User beispielsweise Partyfotos nur seinen Freunden und nicht seiner Familie oder seinen Geschäftskollegen anzeigen lassen.
Unsichtbar für Facebook- und Google-Suche: Unter «Privatsphäre» und «Suche» kann die Sichtbarkeit bei Facebook individuell eingestellt werden. Wenn der User das Häkchen aus dem Punkt «Öffentlicher Sucheintrag» heraus nimmt, kann er ab sofort auch nicht mehr über die Google-Suche oder andere Suchmaschinen gefunden werden.
Markierungen in anrüchigen Fotos abstellen: Zu schnell landen Partyfotos ohne eigenes Zutun in Facebook. Wenn Arbeitgeber oder Lehrer die Fotos lieber nicht entdecken sollen, kann man das auf seiner Profil-Seite ändern. Bei «Fotos auf denen du markierst bist» muss «Benutzerdefiniert» ausgewählt werden. Dann empfiehlt sich, die Bilder nur für sich selbst zugänglich zu machen. Einzelne vertrauenswürdige Freunde können als Ausnahme-Personen in das darunter liegende Feld mit Namen eingetragen werden. Sie können die Partyfotos dann sehen.
Sichtbarkeit von Fotoalben einstellen: Unter «Privatsphäre» und «Fotos» können auch Fotoalben benutzerdefiniert werden. Der User kann selbst wählen, ob er zum Beispiel nur seiner Familie oder seinen Geschäftskollegen die Fotoalben zeigt.
Sichtbare Aktionen abstellen: Bei Facebook können Freunde die getätigten Aktionen des Users verfolgen. Sie sehen beispielsweise, wann er das Netzwerk verlässt, wenn er einen Freund in sein Profil hinzufügt oder er seinen Beziehungsstatus ändert. Unter «Privatsphäre» und «Neuigkeiten und Pinnwand» können die Häkchen zu den einzelnen sichtbaren Aktionen abgewählt werden.
Peinliche Pinnwandeinträge vermeiden: Manchmal schreiben Facebook-Mitglieder peinliche oder unnütze Fakten auf die Pinnwand eines Nutzers. Wenn der Nutzer das nicht möchte, kann er unter «Privatsphäre» und «Profil» bei dem Punkt «Pinnwandeinträge» ein Häkchen setzen, dass nur Freunde auf seine Pinnwand schreiben können. Dort kann man auch einstellen, wer die Pinnwandeinträge des Users alles sehen kann.
Stalker blockieren: Falls Personen einen User bei Facebook beispielsweise penetrant verfolgen, kann der User diese Personen auch im Notfall blockieren lassen. Unter «Privatsphäre» gibt es ein Feld, in dem Namen der vermeintlichen Stalker eingetragen werden können.
Freundschaften privat halten: Offenbar macht es einigen Facebook-Mitgliedern Spaß zu zeigen, dass sie Hunderte oder Tausende Freunde haben. User sollten sich jedoch im Klaren sein, dass selbst über die Freunde Einzelpersonen oder Unternehmen die eingetragenen Daten missbrauchen könnten. Unter «Privatsphäre» und «Profil» kann der User unter dem Punkt «Freunde» einstellen, wer die vollständige Freundesliste auf Facebook sehen darf. Am besten sollten hier nur die Freunde ausgewählt werden.
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