Fernsehkoch Tim Mälzer brutzelt für die ARD
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Fernsehkoch Tim Mälzer wechselt Herdplatte und Kanal. Der Hamburger verlässt seinen Stammplatz beim Privatsender Vox und schwingt ab April für das Erste den Kochlöffel. Der 38-Jährige erhält bei der ARD einen Exklusivvertrag.
Mälzer soll bereits am Ostersonntag zum ersten Mal auf Sendung gehen. Er bekommt eine wöchentliche Show, die jeweils am Samstag um 15.30 Uhr ausgestrahlt wird und eine halbe Stunde dauert. Anders als bei seinem großen Vorgänger Alfred Biolek, in dessen Fußstapfen Mälzer treten soll, sind keine Gäste eingeplant. Neben der eigenen Show darf Mälzer im Ersten auch vier Dokumentationen zur «Welt der Ernährung» präsentieren - jeweils zwei zu Ostern und Pfingsten.
Mälzer gilt in der Branche als die deutsche Antwort auf das britische Koch-Phänomen Jamie Oliver. Oliver war der Erste, der Kochen im Fernsehen auch bei jungen Leuten populär machte. Sein deutscher Wiedergänger heuerte 2003 bei Vox an, wo er durch die Shows Schmeckt nicht - gibt's nicht!, Born to Cook und Kocharena Kultstatus erreichte. Darüber hinaus war Mälzer auch immer wieder bei der freitäglichen Kochsendung von Johannes B. Kerner im ZDF zu Gast.
«In zwei Jahren werde ich 40. Ich musste jahrelang auf Rampensau machen. Jetzt werde ich hoffentlich ernst genommen und erwachsen. Ich mache jedenfalls nicht mehr den Kasper-Koch», sagte Mälzer der Bild-Zeitung. Mälzer, der wie Oliver auch Kochbücher veröffentlichte, betrieb in Hamburg unter anderem die legendäre Oberhafenkantine. Im Hamburger Schanzenviertel will er im Frühjahr ein Lokal mit dem Namen Bullerei eröffnen.
tko/ruk