Facebook will's wissen
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Von news.de-Redakteur Frank Meinzenbach
Artikel vom 16.02.2009Datenhunger deluxe: Das weltweit größte Online-Netzwerk Facebook zwingt seine Nutzer, alle Rechte an ihren hochgeladenen Inhalten abzutreten – neuerdings für immer. Sogar wenn das Profil gelöscht wird, darf Facebook Fotos, Texte und Daten weiternutzen.
Die Sammelwut der Betreiber sozialer Netzwerke ist nichts Neues, allerdings hat Facebook seine Gangart mit den am 4. Februar geänderten Nutzungsbedingungen verschärft. Seither gilt: Auch wenn man die Community verlässt und sein Profil löscht, bleiben die Rechte an allen bis dahin hochgeladenen Daten, Bildern, Fotos und Texten bei Facebook.
Und das ist eine ganze Menge: Den aktuellen Zahlen vom November 2008 zufolge laden die 140 Millionen Mitglieder täglich 30 Millionen Fotos auf die Server von Facebook. Dass der Betreiber mit den von seinen Nutzern hochgeladenen Inhalten alles machen darf, ist nichts Neues. Dennoch lohnt sich ein Blick in die Nutzungsbedingungen – auch wenn Facebook hier mit seinem Credo der einfachen und schnellen Kommunikation bricht.
So sichert sich Facebook «eine unwiderrufliche, unbefristete, nicht-exklusive, übertragbare, vollständig bezahlte, weltweit gültige Lizenz (mit der Lizenz zur Sublizenzierung)», die es dem Konzern gestattet, die von den Nutzern geposteten Inhalte «benutzen, kopieren, veröffentlichen, streamen, speichern, zurückbehalten, öffentlich aufführen oder darstellen, übertragen, scannen, formatieren, verändern, bearbeiten, übersetzen, auszugsweise veröffentlichen, anpassen, in derivativen Produkten verarbeiten und über verschiedene Wege verteilen» zu dürfen. Ach ja, werben darf Facebook mit den Inhalten natürlich auch noch.
Mit dem Wegfall einer zentralen Passage, die dem Nutzer garantierte, dass seine Daten im Falle einer Abmeldung wieder ihm gehören, hat Facebook nun die komplette Kontrolle über die Inhalte. Also sollte man sich genau überlegen, was man Facebook zukünftig schenkt.
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