Hat das Fernsehen bald ein neues Traumduo? Günther Jauch und Oliver Pocher haben die Pilotsendung zu einer gemeinsamen Show aufgezeichnet. Damit verdichten sich die Anzeichen für einen Abschied Pochers von der ARD.
Wie der Medienfachdienst DWDL.de berichtet, haben Jauch und Pocher gestern Abend in Hürth bei Köln eine gemeinsame einstündige Testsendung aufgezeichnet. Der Titel des Formats lautet demnach 5 gegen Jauch - fünf Kandidaten, möglicherweise Prominente, treten gegen Jauch an. Moderiert wird die Show von Pocher. Ob die Sendung bei Jauchs Haussender RTL zu sehen sein wird, ist offen. «Wir entwickeln in allen Genres, Spekulationen dazu kommentieren wir jedoch nicht», sagte ein RTL-Sprecher. Auch das Management von Oliver Pocher wollte den Bericht nicht kommentieren.
Produziert wird den Angaben zufolge die Show von Jauchs Firma I&U Information und Unterhaltung. Pocher saß zuletzt bei Jauchs Prominentenausgabe von Wer wird Millionär? auf dem Stuhl und gewann eine Million Euro. Auch in der ARD-Sendung 2008! Das Quiz, produziert von Jauch und moderiert von Frank Plasberg, traten beide zusammen auf. Fest steht, dass der 30-jährige Pocher sich nach dem Ende der Late-Night-Show Schmidt & Pocher in der ARD im Frühjahr beruflich neu orientieren muss.
Ein Wechsel von der ARD zu einem anderen Sender ist jedoch nicht auszuschließen, denn zuletzt wehte Pocher bei der ARD der Wind ins Gesicht. Im Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) fielen kritische Worte über seinen Auftritt mit Wehrmachtsuniform und Augenklappe nach dem Kinostart von Tom Cruises Stauffenberg-Film Operation Walküre.
Dessen ungeachtet will ARD-Programmdirektor Volker Herres den Comedian halten. «Pocher ist ein großes Talent», sagte Herres nach einer Sitzung der ARD-Intendanten am Dienstag in Stuttgart. Er ziehe «massenhaft junges Publikum» an. Ein für junge Menschen attraktives Programm müsse auch «Ecken und Kanten» haben. Der neue ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust sagte, es liege «in der Natur der Sache, dass er mit Satire auch aneckt». Pocher müsse dafür auch Kritik einstecken können.
Am 21. Februar moderiert Pocher noch zusammen mit Barbara Schöneberger die diesjährige Echo-Verleihung für die ARD. Es wird damit gerechnet, dass sich Pocher im Anschluss über seine Zukunftspläne äußern wird.
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