Traumjob via YouTube
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Von news.de-Redakteurin Anja Guhlan
Artikel vom 23.12.2008Fünfstellige Summen mit YouTube-Videos verdienen, für manche ein Traum. Doch einer, der diesen Traum leben kann, ist Michael Buckley. Mit seiner YouTube-Show «What the Buck» verdient er monatlich 20.000 US-Dollar.
Seine Berufsbezeichnung lautet YouTube-Videoproduzent. Michael Buckley rennt mit einer Videokamera durch die Gegend, macht ein paar schicke Aufnahmen von Prominenten und produziert daraus die wöchentlich etwa fünfminütige Show What the Buck. In dieser nimmt er immer wieder die Popkultur aufs Korn und macht sich über Promis lustig.
Seit dem 1. Mai 2007 kann man die Show What the Buck auf YouTube verfolgen. Neben der Internetplattform sammelt er alle seine Videoaktivitäten auf seiner Webseite buckhollywood.de. Geld kam dabei zunächst lange nicht rein. Michael Buckley war rund 40 Stunden pro Woche auf YouTube aktiv. Doch erst ein Jahr später boomte seine Show.
Heute hat sein YouTube-Channel etwa 312.000 Abonnenten und wurde über 100 Millionen Mal aufgerufen. Inzwischen nimmt Michael Buckley 100.000 US-Dollar im Jahr über You Tube ein. Möglich macht das ein YouTube-Werbemodell. Denn seit gut einem Jahr bietet das Videoportal seinen Nutzern an, in den Videos Werbung zu schalten. Als Ausgleich beteiligt sich YouTube an den Einnahmen. Im Prinzip ein ähnliches Modell wie bei Google AdSense. Drei Prozent der eingestellten Videos nutzen dieses Werbemodell.
Das Portal YouTube ist zwar ein millionenschweres Verlustgeschäft, doch einzelne Nutzer schaffen den Absprung und produzieren Videos mit einem finanziellen Gewinn. «Wir wollen aus Hobbys Geschäfte machen», erklärt Hunter Walk, Produktmanager der Seite, gegenüber der New York Times. Der Gewinn war bei Buckley so groß, dass die Einnahmen sogar sein monatliches Gehalt überstiegen. Im September 2008 konnte Buckley seinen Job bei einer Musik-Promotion-Firma komplett aufgeben.
Seine Show sei zwar albern, wie der Videosproduzent der New York Times erzählt, jedoch hat sie ihn aus seinen Schulden heraus geholt. Über den Erfolg seiner Show meint der 33-Jährige: «Das ist verrückt.»
Dabei waren die Kosten für die Grundausstattung sehr gering: 2000 Dollar für eine Videokamera, sechs Dollar für den Stoff und für die Beleuchtung im Hintergrund. Michael Buckley, der in dem US-Bundesstaat Conneticut lebt, dreht seine Videoshow in seinem eigenen Haus. Buckley meint gegenüber der New York Times: «Diese Show hat mein ganzes finanzielles Leben verändert. Ich startete diese Show nicht, um damit Geld zu verdienen, aber jetzt ist es umso überraschender.»
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