Von news.de-Redakteurin Anja Guhlan
Täglich entdecken mehr Menschen das Microblogging-Tool Twitter für sich, so dass die Auswahl an Twitter-Inhalten ins Unermessliche steigt. Bei der Vielfalt an Beiträgen hat sich news.de einmal im Twitter-Universum umgeschaut.
Was Twitterleser wollen? Der PR-Blogger Klaus Eck, der auch twittert, hat sich gefragt was einen guten Twitter-Beitrag, einen so genannten Tweet, ausmacht und eine Umfrage gestartet. Im Endresultat mag es zwar keinen idealen Tweet geben, so das Ergebnis, aber Twitterleser möchte unterhalten, inspiriert und informiert werden.
Die Zwitscher-Welt ist längst bunt geworden, getwittert wird auf viele Arten. Informativ geht es auf so genannten Twitter-Medien zu. So twittert beispielsweise seit Neuestem auch Spiegel Online. Mit einer Einschränkung: Twitter-Follower, also diejenigen, die bestimmte Tweets verfolgen, erhalten hier zwar automatisierte Tweets, die interessante Artikel verlinken, jedoch können sie nicht direkt mit den twitternden Redakteuren kommunizieren.
Andere Medien machen das wesentlich besser, beispielsweise Der Westen oder Welt Kompakt. Neben den täglichen News-Tweets, befinden sich die Follower hier in keiner Einbahnstraße und kommunizieren mit den Redakteuren. Außerdem sind die Tweets verspielt locker und gewähren einen relativ authentischen Einblick in den Redaktionsalltag.
Bei Katastrophen wie den Waldbränden in Los Angeles ist Twitter ein nützliches Tool um schnell Informationen zu erhalten. So twitterte zu den Bränden neben dem Los Angeles Fire Department auch die LA Times, bevor erste Artikel in der Zeitung oder im Netz standen. Auch in Bombay waren Augenzeugen vor Ort per Twitter schneller als die Journalisten.
Regierungen wie das Weiße Haus haben Twitter ebenfalls für sich entdeckt und veröffentlichen mittels 140 Zeichen neue Ereignisse. Neben Regierungsbeiträgen ist es zudem interessant, lebendige Tweets zu verfolgen, in denen die Akteure auch ein klein wenig der eigenen Persönlichkeit vermitteln.
Mit gutem Beispiel geht aus Prominentensicht der deutsche Buchautor Sascha Lobo voran. Er twittert in regelmäßigen Abständen über Belangloses, Unterhaltsames oder Nachdenkliches und wird in Deutschland mit 3.600 Followern bereits als Twitter-Papst betitelt.
Doch auch Normalbürger entdecken das Microblogging-Tool für sich und reihen sich in den Rankings der Twitterholics auf den oberen Plätzen ein. Die besten Tweets – Witziges, Erhebendes, Emotionales und Lakonisches - kann man unter anderem bei Twitkrit nachlesen und anschauen.
Im Übrigen twittert news.de auch. Einfach mal reinschauen und im besten Fall followen.