Zwielichtiges Teenie-Drama mit Startschwierigkeiten
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Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Artikel vom 13.01.2009Eine Teenager-Sterbliche und ein Vampir verlieben sich ineinander. Doch wer sich an die wenig geistreiche Teenie-Serie «Buffy - Im Bann der Dämonen» erinnert sieht, der unterschätzt den neuen Kinofilm «Twilight».
Twilight ist die Geschichte einer zunächst zarten, dann seelenverwandten Beziehung von Bella Swan und dem vegetarischen Vampir Edward Cullen. Mitten im verschlafenen Forks, einem Nest irgendwo im US-Bundesstaat Washington, entwickelt sich die Liebe, die ein subtiles, spannendes Spiel aus unüberwindbarer Anziehung und kühler, beherrschter Zurückhaltung treibt. Und immer dann, wenn es irgendwie nach Happy End riecht, gerät das ungleiche Paar in Turbulenzen.
So zumindest hat Roman-Autorin Stephenie Meyer die Fäden um Edward (Robert Pattinson, zuletzt unter anderem in Harry Potter und der Orden des Phönix zu sehen) und Bella (Kristen Stewart, Panic Room, Into the Wild) gesponnen.
Mag sein, dass der Stoff nicht jeden Leser begeistert, doch die Geschichte ist gut genug, um sie auf die Leinwand zu bringen. Was Regisseurin Catherine Hardwicke aus dem Stoff gemacht hat, ist allerdings durchaus streitbar. Fans der Romanreihe werden oft genug entgeistert den Kopf schütteln. Bei vielen Kinogängern, die mit der Geschichte nicht vertraut sind, wird der Film nur wenig Eindruck hinterlassen.
Abgesehen von einer frei interpretierten Eröffnung hetzt der Film durch die Geschichte. Schlüsselszene um Schlüsselszene wird emotionslos aneinander gereiht, ohne dabei auf die feinen Details einzugehen, die die Beziehung zwischen Bella und Edward so besonders macht.
Doch nicht nur da fehlt das Fingerspitzengefühl. Zu platt, fast aseptisch wirken die Charaktere, die Schauspieler füllen ihre Rollen nur unzureichend - und mancher Leser der Reihe fragt sich unweigerlich, ob er tatsächlich im richtigen Film sitzt. Da gehen nicht nur Bellas Talente, sich stets und ständig in Schwierigkeiten zu bringen und absolut ungeschickt zu sein, verloren.
Auch Edwards zwanghaftes Bemühen, sich von Bella fernzuhalten, deren verheißungsvoller Geruch seinen Bluthunger weckt, schlägt fehl. Auf der Leinwand behandelt er sie zunächst, als hätte sie Pest, um ihr schon im nächsten Moment hinterherzugeifern wie ein Psychopat. Und auch der Reiz, den die so wenig nach Forks passende junge Frau auf den Vampir ausübt, weil er ihre Gedanken nicht lesen kann, ist zur Randerscheinung degradiert.
Die einzige Stimmung, die lange wirklich funktioniert, ist der Mix aus trübem Licht und Dauerregen. Und dann gibt es doch noch eine Überraschung, gelingen Hardwicke Dramatik und eine Intensität zwischen Begehren und Angst. Die Kussszene bringt die Wende, aus der zaghaften Annäherung wird explosives Verlangen, das sich gleich darauf in einen Rückzug mit Paukenschlag verwandelt.
Gut so, denn ohne diesen wichtigen Moment würde die alles entscheidende Begegnung in diesem Film schon verpuffen, bevor sie auch nur augenscheinlich wird: Die Cullens und Bella treffen auf Vampire, die sich von Menschen nähren. Und für die verheißt Bellas Geruch einen aufregenden Leckerbissen. Die Jagd beginnt und die Beziehung der beiden gerät ins Kreuzfeuer. Letztlich aber bleibt nach dem Film ein fader Beigeschmack.
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Hallo Ela, ich kenne dich nicht, aber du scheinst ähnlich reagiert zu haben, wie ich. Ich habe zu Twilight etwas geschrieben, und ich würde es gerne mal von jemandem lesen lasse. Das erste Kapitel vielleicht. Es wäre toll, wenn ich mal eine Meinung hätte. Danke und Grüße von Nena
jetzt antwortenKommentar meldenich finde, es wird total übertrieben. sorry, aber jetzt echt mal. ich habe zuerst den film gesehen und er hat mir von anfang an zugesprochen. mittlerweile habe ich in mit sogar 14 mal angesehen. und dennoch wird es mir nicht langweilig dabei. nachdem film habe ich mir die bücher sofort gekauft und bin selbstverständlich schon fertig. die bücher haben mich gefesselt wie wahrscheinlich alle fans. der film ist nicht enttäuschend ganz im gegenteil. wer so etwas behauptet hat wohl keine ahnung. es ist unfassbar das ich noch bis jänner warten soll bis new moon im kino zu sehen ist.
jetzt antwortenKommentar meldenHab zuerst den film gesehen. der war ok. Danach hab ich das erste buch angefangen und es hat mich gefesselt. Hab innerhalb 9 tagen alle 4 bücher gelesen... bin total begeistert. der film war gut damit man sich alles noch bildlicher vorstellen kann.
jetzt antwortenKommentar meldenAlso der Film war total grottenschlecht. Zumindest, wenn man das Buch gelesen hat, das um Meilen besser war. Denn glücklicherweise kommen Bücher um dies beknackten Special Effects aus, von denen dieser Film nur so strotzt.
jetzt antwortenKommentar meldenAlso wenn man schon eine eher dröge Kritik über einen guten Film verfassen muss, dann sollte man sich vorher auch richtig darüber informieren. Die verschlafene Kleinstadt Forks liegt nicht in Alaska, sondern am Rande des Olympic-Nationalparks im US-Bundesstaat Washington.
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