«Schönheit kann hinderlich sein»
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Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Artikel vom 26.12.2008
Mariella Ahrens hat viele Rollen: Sie ist Schauspielerin, Gräfin von Faber-Castell, Mutter von zwei Töchtern und Gründerin des Vereins Lebensherbst, der sich um bedürftige Senioren kümmert. Mit news.de sprach sie über Alter, Schönheit und Schauspielerei.
news.de: Frau Ahrens, lassen Sie uns über das Alter sprechen: Wie stellen Sie sich Ihren Lebensabend vor?
Ahrens: Ich würde mir wünschen, in einem Mehrfamilienhaus mit Freunden zu leben, so dass wir uns gegenseitig helfen und füreinander da sein können.
news.de: Das ist eine sehr schöne Vorstellung. Die Realität für ältere Menschen sieht aber meist anders aus.
Ahrens: Ja, das stimmt. Die Situation ist eher schlecht. Wäre sie gut, würde es meinen Verein Lebensherbst auch nicht geben. Es gibt zwar Heime für Gutsituierte, aber das ist die Ausnahme. Die Regel ist, dass die meisten Senioren in Heimen nur 90 Euro im Monat haben für Kleidung, Pflegeprodukte, Schuhe, Friseur und was sie sonst noch für den täglichen Bedarf brauchen. Da bleibt nicht viel übrig für Ausflüge, Konzerte oder Theaterbesuche. Wir von Lebensherbst versuchen, den Senioren solche Dinge zu ermöglichen und ein wenig Lebensfreude in ihren Lebensherbst zu bringen. Wir finanzieren Therapien, die die Kassen nicht unterstützen, ermöglichen Krankengymnastik oder den Besuch bei einem Logopäden nach einem Schlaganfall, schaffen Rollstühle und Möbel an oder organisieren Museumsbesuche und Dampferfahrten.
news.de: Sie haben den Verein im Jahr 2005 gegründet. Wie ist es dazu gekommen?
Ahrens: Ich habe in den Medien sehr viel über die katastrophalen Zustände in Alten- und Pflegeheimen erfahren. Auch darüber, wie es den Bewohnern dort geht. Außerdem habe ich viele Gespräche mit Betreuern und Betreuten geführt und selbst kurze Zeit in einem Heim gearbeitet. Ich war traurig und entsetzt, dass es viele alte Menschen gibt, die arm und einsam sind und niemanden haben, der sich um sie kümmert. Mir kam dann der Gedanke, dass ich unbedingt helfen wollte, am besten über einen gemeinnützigen Verein, weil man in einer Gemeinschaft mehr bewegen und besser Geld sammeln kann.
news.de: Woran liegt es, dass die Zustände in den Heimen so katastrophal sind?
Ahrens: Das hat in erster Linie finanzielle Gründe. Aber auch die Betreuung lässt zu wünschen übrig, weil es zu wenig Personal gibt. Meist sind die Mitarbeiter in den Heimen überfordert und haben zu wenig Zeit für die Bewohner. So kommt das Dilemma für die Senioren zustande; sie erhalten zu wenig Impulse, vor allem für Freizeitaktivitäten.
news.de: Wie bringen Sie sich selbst in die Arbeit von Lebensherbst ein?
Ahrens: Ich besuche regelmäßig Seniorenheime, lese vor, rede mit den Bewohnern, nehme teil an Kaffeekränzchen oder Weihnachts- und Sommerfesten.
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mikro-bauty, im dienste der schönheit... quelle: http://bioemsan.blogspot.com/
jetzt antwortenKommentar meldenKeiner weiß , wie man einmal im Alter ist. Ich hatte es mir auch etwas anderst vorgestellt , aber ich bin in einem Verein , da war ich mit bei der Gründung dabei . Junge Menschen werden sich auch um uns kümmern ,wen man Hilfe braucht . Verein ist in der " Frohen Zukunft " Halle / Saale .Manche trifft es sehr hart schon in jungen Jahren , da sage ich mir immer , Mensch hattest bis jetzt doch noch Glück . Das Alter muß man respektieren , aber modisch gekleidet gehe ich immer noch.Schönheitsoperationen lehne ich ab,natürliches Aussehen ist besser.Falten gehören dazu.Bärbel Elstermann
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