Bei der finanziellen schwer gebeutelten Sendergruppe Pro Sieben Sat.1 stehen die Zeichen auf Sturm. Sat.1 wird fast komplett von Berlin nach Unterföhring umziehen. Ferner sollen im Konzern 225 Stellen abgebaut werden. Und das Personalkarussell dreht sich.
Nun ist es entschieden. Der Sender Sat.1 zieht von Berlin an den Pro Sieben Sat.1-Stammsitz nach Unterföhring bei München um. Der Beschluss wurde auf einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung verkündet. In Berlin sollen nur noch die Sat.1-Zentralredaktion (verantwortlich für das Frühstücksfernsehen und das Magazin am Abend) bleiben.
Zudem sendet der zur Gruppe gehörende Nachrichtensender N24 weiter aus der Hauptstadt. N24-Chef Torsten Rossmann wird gleichzeitig Leiter der Sat1-Zentralredaktion. Die Berliner Dependance schrumpft auf 450 Mitarbeiter. 350 sollen nach Unterföhring umziehen. Die Betroffenen erhalten ein Jobangebot oder eine angemessene Abfindung. Die schlechte Nachricht: 225 Stellen werden ersatzlos gestrichen. Der Umzug soll bis Juni 2009 über die Bühne gehen.
Andreas Bartl, Geschäftsführer German Free TV, muss einen Teil seiner Verantwortung an Matthias Alberti abtreten. Der Geschäftsführer von Sat.1 wird Bartl an die Seite gestellt. Den Chefsessel bei Sat1 übernimmt ab Januar Guido Bolten, derzeit noch Vorsitzender von Kabel 1. Seinen Posten erhält wiederum Jürger Hörner, stellvertretender Geschäftsführer von Pro Sieben.
Mit Sat.1, Pro Sieben und Kabel 1 sind dann die drei großen Sender der Gruppe in Unterföhring versammelt. Auch bei den Vermarktern soll sich einiges tun. Seven One Media und Seven One Interactive werden zusammengelegt.
Die von Stellenabbau und Umzug betroffenen Mitarbeiter der Sendergruppe wollen die Entscheidungen nicht klaglos hinnehmen. Der Betriebsrat kündigte weitere Proteste an. Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit haben die Sat.1-Angestellten schon auf ihrer Seite. Der SPD-Politiker sprach sich erneut für einen Verbleib des Senders in Berlin aus.
tko
Dieser Assi-Sender mit amerikanischem Schrott am besten in den Müll geben
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