Von news.de-Redakteurin Nadine Kotré
Vier lange Jahre schwieg sie. Nun spricht Jennifer Aniston erstmals in einem Interview über Angelina Jolie. Die hatte ihr Brad Pitt ausgespannt. Ihre Meinung über Jolie ist, wie erwartet, deshalb nicht die beste.
In der Dezember-Ausgabe der amerikanischen Vogue, die am 19. November erscheint, spricht Jennifer Aniston Klartext. Und zwar über ihr Sexleben, ihren neuen Freund John Mayer und eben auch über Angelina Jolie. Dabei bezog sie sich besonders auf Aussagen Jolies, die im Oktober in einem Interview mit der New York Times zu lesen waren.
Darin sagte Jolie, dass sie und Pitt sich während der Dreharbeiten zu Mr. und Mrs. Smith ineinander verliebten. Zu eben dieser Zeit war Brad Pitt noch mit Aniston verheiratet. Diese ahnte nichts von der wachsenden Zuneigung. In diesem Zusammenhang scheint die ehemalige Friends-Darstellerin ein Satz von Angelina Jolie besonders getroffen zu haben: «Dieses Zeug, dass sie es nicht hatte erwarten können, jeden Tag zur Arbeit zu gehen. Das was wirklich uncool», erklärte Aniston.
Dass sie vermutlich niemals Jolies beste Freundin werden wird, zeigt ihr Verhalten während des Interviews. Als der Journalist Jonathan Van Meter auf die neue Lebensgefährtin von Brad Pitt zu sprechen kam, bat Aniston ihn das Tonbandgerät, auszuschalten. Eine Karikatur, die sie mit einer Waffe auf Jolie zielend zeigt, nachdem diese ein Treffen vorschlägt, kommentierte Aniston als «eines der lustigsten Dinge, die sie je gesehen habe».
Einem scheint sie aber verziehen zu haben: Brad Pitt. Mit ihm sei sie noch immer in Kontakt und fühle noch sehr sehr viel für ihn, sagt Aniston. «Ich empfinde nichts als absolute Bewunderung für ihn, und ich bin stolz auf ihn."
Eines stellt sie auch noch klar: Sie sei nicht die einsame, traurige Jen, die die Medien gern aus ihr machen. Sie sei glücklich und mit ihrem Leben zufrieden. Über ihren aktuellen Freund John Mayer sagte sie: «Ich sorge mich sehr um ihn, wir reden und himmeln einander an. Und so ist es halt.»
Dieses neue und ungewöhnlich offene Interview zeigt, dass die 39-Jährige sich endlich von dem Image der verlassenen und noch immer trauernden Frau befreien will. Außerdem kratzt sie mit ihren Aussagen an der Reputation einer Angelina Jolie, die schon lange den bloßen Status einer Schauspielerin abgelegt hat und wegen ihrer mittlerweile sechs Kinder und ihres gemeinnützigen Engagements teilweise gar als eine moderne Version Mutter Teresas gesehen wird.