Von Viktoria Schiller
Die «Wetten, dass ...»-Sendung eröffnete Gottschalk mit der Bemerkung, zwei Gäste seien ihm «weggebrochen». «Sie hätten sich auch auf meiner Couch trennen können», sagte er mit Blick auf das Liebesaus von Boris Becker und Sandy Meyer-Wölden.
Showmaster Thomas Gottschalk setzte noch einen drauf: Er mache sich um Becker keine Sorgen, denn es gebe ja noch andere Frauen, «zum Beispiel Andrea Ypsilanti».
Gottschalks Freund und Kollege Günther Jauch nahm am Samstagabend in der Berliner O2-World-Arena als erster auf dem Wettsofa Platz. Kurz kamen beide Moderatoren auf die jüngst von Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki angestoßene Debatte über die Qualität des deutschen Fernsehens zu sprechen. Als Moderator der RTL-Sendung Wer wird Millionär? verteidigte Jauch das Programm des Privatsenders. Es komme einzig auf die Auswahl an, die der Zuschauer treffe. Im Extremfall könne RTL klüger und das ZDF dümmer machen.
Zwei Kältetechniker aus Karlsruhe bildeten den Auftakt zum Wettabend. Den beiden Männern gelang es, sich mit Hilfe eines Bürolochers Radiergummis in den Mund zu schießen. Jauch, der ihnen das nicht zugetraut hatte, musste zur Strafe eine Gymnastik-Kür mit rotem Band aufs Parkett legen: Er krempelte sich die Hosenbeine hoch und hüpfte mehr oder weniger elegant über die Bühne. Gottschalk machte sich dabei vor allem über Jauchs Kniestrümpfe lustig.
Nach einer musikalischen Einlage von Kid Rock begrüßte Showmaster Gottschalk den deutschen Olympiasieger im Gewichtheben, Mathias Steiner, auf dem Sofa. Die Kinderwette stand ganz im Zeichen der US-Wahlen: Der sechsjährige Jeremy wettete, alle 43 amerikanischen Präsidenten mit Amtszeit und Namen zu kennen. Gewichtheber Steiner bezweifelte das und musste schließlich zur Strafe die Sterne der US-Flagge sticken. Das Ergebnis kontrollierte Gottschalk allerdings nicht.
Comedy-Star Anke Engelke und Schauspielerin Ulrike Kriener gesellten sich zur Sofarunde, um ihren Ende November laufenden ZDF-Krimi Kommissarin Lucas zu präsentieren. Ihre Wette: Eine junge Frau pustete in der Badewanne sitzend Popsongs in den Schaum - ihre Freundin erkannte an den Bewegungen des Schaums die entsprechenden Lieder. Die Piercings der jungen Damen kommentierte Günther Jauch mit dem Hinweis, so etwas erlaube er seinen Töchtern nicht: «Da bin ich talibanös.»
Politische Töne mischte Hollywood-Star Uma Thurman in den Smalltalk auf der Couch. Sie plauderte über ihren tibetanischen Vornamen und machte aus ihrer Bewunderung für den künftigen US-Präsidenten Barack Obama keinen Hehl. Aus allen Wolken fiel sie, als Gottschalk ihr eröffnete, nicht einmal der Wettkönig nehme einen Gewinn mit nach Hause. Sie hatte einem jungen Mann erfolgreich die Daumen gedrückt, der die Außenfassade eines 18 Stockwerke zählenden Hochhauses an Saugnäpfen hochkletterte - und schneller auf dem Dach ankam als sein Freund, der die Treppe genommen hatte.
Nach Soul-Queen Alicia Keys, die ihre neue Single Superwoman live präsentierte, und einem Medley von Simply Red beendete Rocklady Pink den musikalischen Reigen der 177. Wetten, dass ...?-Ausgabe. Die letzte Wette bot ein Texaner, der sich binnen einer Minute ganze 45 Mal mit dem Fuß gegen den Kopf trat. Showmaster Gottschalk gewann schließlich sogar die Stadtwette, da es keinem Berliner Kind gelang, schneller als die kleine Pauline den Flohwalzer auf dem Klavier zu spielen.
So blieb es Gottschalk erspart, einen Braunbären mit Sushi zu füttern. Wettkönig wurde mit weitem Abstand Hochhausläufer René. Dass dieser kein Auto mit nach Hause nehmen konnte, störte zumindest Thomas Gottschalk nicht. Der Showmaster hatte Uma Thurman nämlich erklärt: «Man wird Wettkönig, das bringt einen auch nicht weiter, aber davon lebe ich seit 20 Jahren.»
car
Peinlich, solltest selber mal darüber nachdenken wer Dir Gottschalk, die Witze schreibt, denn was das alles zu bedeuten hat weiß ich nicht wirklich. Auch solltest Du nicht unbedingt die Amisso präsentieren, nicht so lange der Bush noch frei rumläuft. Seit 9/11 ist es wirklich anders, da werden Täter zu Opfer und machen mit. Gottschalk ist ein jüdischer Name, nichts schlimmes dabei, aber warum denkst Du selber nicht mehr mit. In Licht und Liebe
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