Eurovision Song Contest Dita von Teese riss Oscar das Hemd auf

Dita und Oscar (Foto)
Oscar Loya sang, während Dita von Teese viel nackte Haut zeigte. Bild: ap

Das deutsche Duo «Alex Swings Oscar Sings» hat beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Moskau den Auftritt als Startnummer 17 sicher und mit viel nackter Haut absolviert. Doch Dita durfte ihre Brüste nicht komplett enthüllen.

Der US-Musicalsänger Oscar Loya trug das Swingdance-Lied Miss Kiss Kiss Bang seines Musikpartners Alex Christensen in der Olympia-Halle in Moskau mit fester Stimme vor. Mit von der Partie war US-Erotik-Tänzerin Dita von Teese, die viel nackte Haut zeigte. Die 36-Jährige hielt aber auf Bitten der Veranstalter ihren Busen stärker bedeckt als in der ersten Probe. Mit erotischen Posen und einer Reitgerte in der Hand ritt sie auf einem Kussmund-Sofa.

Bei der Show riss die Ex-Ehefrau des Schockrockers Marilyn Manson dem drahtigen Oscar Loya das Hemd auf, der dann mit freiem Oberkörper tanzte. Deutschland hofft mit der frivolen Tanz-Nummer auf eine Platzierung im oberen Drittel, nachdem die No Angels im vergangenen Jahr auf dem letzten Platz landeten. Insgesamt konkurrieren 25 Länder beim 54. ESC um den Sieg. Die internationale «Musik-Olympiade» wird live in der ARD übertragen.

Um das freizügige Outfit der 36-Jährigen bei der Probe hatte es zuvor etwas Aufregung gegeben. Die European Broadcasting Union (EBU) als Ausrichter des Wettbewerbs habe nach Dita von Teeses erster Generalprobe darum gebeten, «ihren Busen mehr zu verhüllen», sagte der ARD-Koordinator Unterhaltung, Thomas Schreiber. «Wir sollten laut EBU auf die kulturellen Unterschiede zu anderen Ländern Rücksicht nehmen». Der NDR lege im übrigen Wert darauf, dass der Auftritt von Dita von Teese nie als Stripshow geplant gewesen sei. Sie sei «die Inspiration für den Song Miss Kiss Kiss Bang und soll passend zum Swing-Stil des Titels an die Hochzeit der kunstvollen Verführung erinnern».

Proteste gab es Samstag nach der Verhaftung von Teilnehmern einer Homosexuellen-Demonstration in Moskau, die von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst worden war. Die Grünen-Politiker Claudia Roth und Volker Beck forderten Reaktionen der Grand-Prix-Beteiligten. «Alle Eurovisionsteilnehmer und die übertragenden Fernsehanstalten sind aufgerufen, jetzt ihren Protest zum Ausdruck zu bringen», sagte Beck.

Ex-Grand-Prix-Teilnehmer Guildo Horn äußerte sich in der ARD bestürzt darüber, dass die Demo «zusammengeknüppelt» worden sei. Das wolle der Grand Prix nicht, der für Artenvielfalt stehe und bunt sei.

Den ausführlichen Bericht über den Song Contest lesen Sie morgen auf news.de.

car/news.de/dpa/ddp

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