Als «Easy Rider» in die Wildnis: Gemeinsam mit rund 80 anderen Teilnehmern der Motorrad-Rallye «Enduro Africa« haben die britischen Prinzen William (26) und Harry (24) auf ihren knatternden rot-weißen Geländemaschinen Gas gegeben.
Ausgestattet mit Ellenbogen- und Knieschutz und einem Getränkerucksack auf dem Rücken ging es ab in ein Abenteuer, das sie acht Tage lang über steile Ziegenpfade und unwegsame Bergregionen Südafrikas führen wird. «Harry kam im vergangenen November mit der Idee an», erklärte Prinz William.
Der Startschuss für die knapp 1700 Kilometer lange Reise durch eine der landschaftlich schönsten und zugleich ärmsten Regionen des Kap-Staates fiel am Strand des Indischen Ozeans im Ferienort Port Edwards. Die Medien werden außen vor bleiben müssen, um das Vergnügen der Nummer zwei und drei der Thronfolge nicht zu beeinträchtigen - und auch, um peinliche Fotos von gestürzten Prinzen zu vermeiden.
«Es ist anstrengend, und wir gehen davon aus, mehrmals aus dem Sattel zu kippen», hatte Prinz Harry bekannt. Er gab zu: «Wir wussten nicht so recht, was auf uns wartet, aber nach dem, was wir gestern abend gehört haben, bin ich zitternd zu Bett gegangen und habe schlecht geschlafen.» Er habe mit seinem Bruder eine Wette abgeschlossen, wer von ihnen häufiger am Boden liegen werde.
Die weitgehend geheim gehaltene Route führt die Prinzen und ihre Begleiter - darunter Freunde und Sicherheitsbeamte - vorbei am Geburtsort von Nelson Mandela, der dort vor wenigen Wochen seinen 90. Geburtstag feierte. Ein Teil des Geldes, das bei dieser Wohltätigkeitsaktion eingenommen wird, kommt Mandelas Kinderhilfswerk zugute.
Obwohl die Eltern von Harrys Freundin Chelsy Davey bei der nahe gelegenen Hafenstadt Durban ein luxuriöses Ferien-Anwesen besitzen, übernachteten die Prinzen mit den anderen Fahrern im Mannschaftshotel. In dieser Ecke des Gastlands der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 grenzt die Heimat der Zulus an die der stolzen Xhosa, die mit ihrer Sprache aus Klicklauten stets die Touristen faszinieren. Jeden Tag müssen je nach Schwierigkeit des Geländes zwischen 77 und 250 Kilometer zurückgelegt werden. An der Strecke liegen Orte mit Namen wie Hamburg oder Berlin - ein Hinweis auf die Herkunft der weißen Siedler. Ziel der Reise ist Port Elizabeth. Dort wird sich dann herausstellen, wer die Wette gewonnen hat.
60 Geschenke zum 60sten
Unterdessen bereitet Camilla (61), Ehefrau von Prinz Charles, bereits den Geburtstag ihres Mannes und Vaters der beiden Prinzen zu dessen 60. Geburtstag vor. Die 61-Jährige will den britischen Thronfolger mit 60 unterschiedlichen Geschenken überraschen.
Statt eines großen Geschenks hat sich die Herzogin von Cornwall dafür entschieden, ihrem Gatten für jedes Lebensjahr ein einzelnes persönliches Präsent zu überreichen, wie die Zeitung «The Mail on Sunday» berichtete. Zu den intimsten Geschenken gehören Liebesbriefe, die Camilla in ein spezielles Buch mit Ledereinband binden ließ.
Außerdem zählen Wanderschuhe, eine Angelrute, ein Schachbrett mit handgefertigten Figuren, Rosen für den Rosengarten oder eine gerahmte Zeitungsseite der «Times» vom Tag der Geburt des Thronfolgers am 14. November 1948 zu den Präsenten, wie das Blatt unter Berufung auf Freunde Camillas schreibt.
Zum runden Geburtstag von Prinz Charles sind gleich zwei Feiern angesetzt. Am Vortag seines Jubiläums richtet seine Mutter, Queen Elizabeth II., im Buckingham Palast einen Empfang aus. Am Tag nach seinem Geburtstag gibt es zudem eine private Nachfeier mit Freunden und Familie auf dem Landsitz Highgrove in der westenglischen Grafschaft Gloucestershire. Dabei soll auch der britische Rockstar Rod Stewart («Sailing», «Baby Jane») für Charles singen.
mac