Von news.de-Redakteurin Nadine Kotré
Wie «perezhilton.com» berichtet, gibt es wohl keinen Ehevertrag zwischen Madonna und ihrem Noch-Ehemann Guy Ritchie. Das könnte Madonna teuer zu stehen kommen: Ihr Vermögen wird auf 518 Millionen Dollar (385 Millionen Euro) geschätzt.
Aber die finanziellen Verhältnisse sind nicht das einzige, das ungeklärt bleibt. Über eine Teilung des Sorgerechts der gemeinsamen Kinder Rocco und David ist noch nicht entschieden worden. In der offiziellen Erklärung, die Madonnas Sprecherin Liz Rosenberg gestern herausgab, wird verlautbart, dass es noch keine Einigung gebe. Es könnte also sein, dass die Kinder «aufgeteilt» werden.
Die zwölfjährige Lourdes suchte in den vergangenen Wochen immer engeren Kontakt zu ihrem leiblichen Vater, dem Trainer Carlos Leon. Dieser wohnt in New York und überwachte zuletzt die Renovierungsarbeiten an Madonnas New Yorker Appartement. Ein Zeichen für einen baldigen Umzug von London nach New York? Es ist kaum anzunehmen, dass Ritchie so einfach auf die gemeinsamen Söhne Rocco (8) und David (3) verzichten wird.
Madonna hat für ihren juristischen Beistand bereits gesorgt. Ihre Anwältin Fiona Shakleton konnte erst kürzlich den Sieg in einem anderen Promi-Scheidungsprozess für sich verbuchen: den von Sir Paul McCartney. Zuvor hatte sie Prinz Charles bei der Scheidung von Prinzessin Diana vertreten. Gerüchten zufolge soll Guy Ritchie sich um die Anwälte von Prinzessin Diana bemühen. Im schlimmsten Fall für Madonna und im besten für Guy Ritchie könnte er mit einer Summe von 250 Millionen Dollar aus der Ehe gehen.
Während ein möglicher Rosenkrieg vorbereitet wird, sorgen wiederkehrende Gerüchte für noch mehr Wirbel. Vor wenigen Monaten wurde Madonna eine Affäre mit dem Baseballspieler Alex Rodriguez nachgesagt. Noch vor wenigen Wochen wurden beide bei einem gemeinsamen Abendessen gesehen. Von offizieller Seite wurde dies sofort als «rein freundschaftliches Essen» abgetan. Nun berichtet usmagazine.com, dass die Affäre der beiden nicht vorüber sei. Es sollen sogar tiefe Gefühle dahinter stecken. «Alex hat es wirklich vermisst, mit Madonna Zeit zu verbringen. Aber er versteht auch Madonnas Lage», zitiert die Seite einen Insider. Cynthia Rodriguez, die Frau des Baseballspielers, hat bereits die Scheidung eingereicht.
Guy Ritchie sei von der Affäre nicht betroffen, da die Ehe schon seit einem Jahr zerrüttet sei: «Unabhängig von A-Rod (Alex Rodriguez) sind Madonna und Guy seit über einem Jahr nicht mehr zusammen. Sie haben sich vertraulich getrennt. Allerdings wollte Madonna vor der Scheidung ihre Sticky and Sweet-Tour beenden.»
Dass dieser Plan wohl richtig gewesen wäre, zeigt das Konzert von Madonna gestern Abend in Boston. Dort beschimpfte sie ihr Publikum mehrfach als «Motherfucker» und leitete das Lied Miles Away wie folgt ein: Ich widme dieses Lied allen, die jemanden kennen, der emotional zurückgeblieben ist. Gott weiß, da kenne ich jemanden.» In dem Song besingt sie ein Paar, das sich auseinander gelebt hat.
Über die Gründe der Trennung wird indes überall spekuliert. Die Sun sieht Madonna als treibende Kraft, da sie angeblich ihren Mann nicht mehr durchfüttern wollte. Außerdem habe sie auf einem vierten Kind bestanden. Ein Wunsch, der von Ritchie aber abgelehnt wurde. Der Mirror widerspricht diesem Bericht und glaubt, dass der Regisseur auf den endgültigen und vor allem öffentlichen Schlussstrich bestanden habe. Er sei genervt gewesen von ihrer Besessenheit der Kaballah-Lehre und ihrem Fitnesswahn. Freunde des Paares sagten der Sun, dass die beiden zum Ende ihrer Ehe nicht mehr miteinander in einem Raum sein konnten, ohne sich anzuschreien.
Ritchie soll, laut Bericht der Zeitung, seinen Anwälten gesagt haben, dass er nicht einen Penny von dem Vermögen seiner Noch-Ehefrau wolle. Da es sich bei Guy Ritchie nicht um irgendjemanden handelt und er durchaus ein eigenes Vermögen als Regisseur erarbeitet hat, könnte diese Aussage stimmen. Vielleicht wird es Ritchie im nahenden Scheidungsprozess, der leicht in einen der erbittertsten Rosenkriege der Promigeschichte ausarten könnte, eher um das Sorgerecht für seine Kinder gehen.