Dirty Harry will wieder öfter im Fernsehen auftreten. Der 51-Jährige sagte der Wochenzeitung «Die Zeit», er könne sich gut vorstellen, künftig an mehreren Abenden pro Woche in der ARD aufzutreten.
«Grundsätzlich ist die Bereitschaft da. Ich weiß nur nicht, wo der Sendeplatz sein soll.» Die Dinge seien aber in Bewegung. Wegen der Bundestagswahl werde 2009 ein ergiebiges Fernsehjahr.
Derzeit stehe aber das Theater an erster Stelle, sagte Schmidt. Am Staatstheater Stuttgart inszeniert er mit Schauspielerkollegen seine Version von Shakespeares Hamlet. Als Musical! «Es ist im Grunde eine Einführung in das Stück, reduziert auf sieben Schauspieler.» Sein Stück müsse als musikalisch illustrierter Schauspielführer begriffen werden, als eine Ansammlung der «Greatest Hits» von Shakespeare.
Schmidt bekannte, dass ihn bisweilen der «Streberehrgeiz» reite: Dann tue er Dinge, die ihm eigentlich widerstrebten. Außerdem sei er nicht so kaltschnäuzig wie er erscheine: «Emotionen immer mit dem Rücken zur Kamera. Es wird nie ein heulendes Gesicht gezeigt. Wenn es beispielsweise um Kinder geht, die in Not sind, klinke ich mich sofort aus. Das geht mir zu nahe.»
Bevor Schmidt aber vielleicht bald wieder fünf mal die Woche in der ARD zu sehen sein wird, moderiert er am 27. November erst einmal die Bambi-Verleihung. Und das bereits zum dritten Mal. Der wichtigste Medienpreis Deutschlands findet anlässlich seines 60. Geburtstages in Offenburg, dem Hauptsitz dem Hubert Burda Media AG statt. Ab 20.15 Uhr können TV-Zuschauer in der ARD live dabei sein, wenn Dirty Harry durch die glamouröse Veranstaltung führt.