Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Die Aufgabe, gute Blogs vorzustellen, haben sich schon viele gestellt, einige mit ordentlichem Erfolg. Es gibt aber auch Seiten, die das genaue Gegenteil tun: Sie stellen Blogs vor, die es nicht geschafft haben, Blogs, die gescheitert sind. One Post Wonder.
Das One Hit Wonder kennt man aus der Popgeschichte nur zu gut. Bands, die einen Hit hatten und danach wieder abgetreten sind. Die Rainbirds mit Blueprint waren so ein Fall, Opus mit Life is Life oder die Crash Test Dummies mit Mmm Mmm Mmm Mmm. Nie wieder von gehört? Kein Wunder.
Zu echtem Erfolg gehört eben eine gewisse Regelmäßigkeit, mindestens aber der Wiederholungsfall. Das ist in der Musik nicht anders als etwa beim Bloggen. Auch hier werden Seiten, die nicht in gewissen Abständen Neues zu bieten haben, über kurz oder lang auf dem Abstellgleis landen.
Täglich dürfte das so manchem Blogger passieren, so vielen jedenfalls, dass es genügt, um damit wiederum ein eigenes Blog zu füllen: One Post Wonder, «A collection of amazing blogs that have one post». Amazing? Mit nur einem Beitrag? Tatsächlich, denn die Bandbreite dieser einsamen Artikel reicht von ungewöhnlichen Eröffnungstexten («mike is a stupid idiot») über knappe Begrüßungen («no idea what this is lol») bis hin zu Beiträgen, die so skurril sind, dass man sich über das frühe Ende des Blogs nicht mehr wundert.
Die Sammlung, die Blogspot-Nutzerin Erin da zusammengetragen hat, lohnt es, regelmäßig besucht zu werden. Sie ist so originell, dass One Post Wonder mit Sicherheit so schnell nicht sterben wird, im Gegenteil. Und die Gefahr des One Post Wonders ist hier zum Glück schon seit mehr als einem Jahr vorbei.
juz/news.de