Das Google-Imperium schlägt zurück, und zwar hinterhältig. Beim Anblick der Suche ändert sich nichts, doch im Hintergrund kommt eine neue Technologie zum Einsatz. Damit soll es zu noch genaueren Suchtreffern kommen.
Es wurde langsam Zeit. Nachdem Microsoft seine neue Suchmaschine Bing gestartet und sich mit Yahoo verbündet hat, musste Google nachlegen. Die Entwickler des Suchmaschinenbetreibers haben wohl kräftig Überstunden gemacht und sich dabei mit Kaffee munter gehalten - das Ergebnis heißt «Caffein» und ist diese Woche in den öffentlichen Test gegangen.
Die neue Architektur sei Teil der herkömmlichen Suchmaschine, so dass die Verbesserungen nicht immer sofort auf den ersten Blick erkennbar seien, teilte das Unternehmen in einem Blogeintrag mit. Die neue Internetsuche solle aber vor allem deutlich schneller sein, bessere und genauere Ergebnisse liefern und auf einen größeren Suchindex zugreifen, hieß es.
Ein großes Team von Googlemitarbeitern habe in den vergangenen Monaten an der neuen Architektur gearbeitet. Manche Teile des neuen Systems seien noch nicht komplett fertiggestellt, hieß es. Google lädt Nutzer und Entwickler ein, die neue Struktur zu testen und ihre Meinung dazu zu senden.
Microsoft versucht derzeit, mit seiner neuen Suchmaschine Bing nach langen vergeblichen Versuchen endlich zum unumstrittenen Marktführer aufzuschließen. In der kürzlich geschlossenen Kooperation mit Yahoo vereinbarten die Unternehmen, dass auch Yahoo künftig Microsofts Suchmaschine nutzt. Beide zusammen kommen derzeit auf einen Marktanteil von knapp 30 Prozent. Google vereint mit 65 Prozent allerdings noch immer mit großem Abstand die meisten Suchanfragen auf sich.
Weiterführende Links:
Microsoft und Yahoo kooperieren: Gemeinsam gegen Google
Angriff auf Google: Microsofts neues Bing
Dossier: Google und der Datenschutz
Aus dem Netz: