Von news.de-Mitarbeiterin Denise Peikert
Facebook-Nutzer können jede Information in Echtzeit mit ihren Freunden teilen. Die größte Stärke des Netzwerks ist zugleich seine größte Schwäche: Nichts ist privat. Zukünftig aber sollen Nutzer einfacher einstellen können, wer was sehen darf.
Pinnwandeinträge, Statusmeldungen, Fotos und Videos, gepostete Links, persönliche Angaben, unzählige Anwendungen und Browsergames: Die Kontakte bekommen jede der unzähligen Aktionen eines Facebook-Nutzers mit. Wer das einschränken will, musste sich bisher durch mehrere Seiten mit Datenschutzeinstellungen klicken. Die meisten Nutzer haben die Funktionen aus Unkenntnis deshalb ignoriert.
Das soll nun einfacher werden, wie Facebooks Datenschutzverantwortlicher Chris Kelly in einem Blogeintrag schreibt: Direkt neben jeder Aktion, jedem hochgeladenen Bild oder Link könne künftig bestimmt werden, wer die Information bekommen darf - und wer nicht. Einladungen zu nächsten Party können dann also direkt an alle Freunde versendet werden, während Chef und Arbeitskollegen außen vor bleiben. Mehr als 2500 Facebook-Nutzer haben die Neuigkeit unter dem Eintrag Kellys mit dem für das Netzwerk typischen «Daumen hoch - gefällt mir» kommentiert.
Sobald die neuen Funktionen verfügbar sind, werden die Nutzer gebeten, ihre Privatsphäreeinstellungen zu überarbeiten, so Kelly. Auch eine ausführliche Anleitung, welche Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre es gibt, ist geplant. Technisch kommen jedoch keine Einstellungsmöglichkeiten dazu, die bisher verfügbaren werden eins zu eins in die neuen Tools integriert.
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