Umstrittene Studie
Zahlt sich Schönheit im Job wirklich aus?

Sobald man sich im Berufsleben bewegt, wird immer wieder darauf hingewiesen, dass ein attraktives Äußeres im Job so manche neue Tür öffnet. Doch offensichtlich war das bisher ein Trugschluss.

Macht sich Schönheit im Job bezahlbar? Bild: Fotolia / Robert Kneschke

Verdienen schöne Menschen besser als weniger attraktive Kollegen? Eine neue Studie stellt die seit Jahren vorherrschende These einer "Schönheitsprämie" zumindest für den US-Arbeitsmarkt in Frage.

Oft verdienten die am wenigsten attraktiven Menschen sogar mehr als besser aussehende, schreibt das Team um Satoshi Kanazawa von der London School of Economics im "Journal of Business and Psychology".

Schönheit nicht ausschlaggebend für gute Bezahlung

Merkmale wie Gesundheit, Intelligenz und günstige Persönlichkeitsfaktoren seien stattdessen ausschlaggebend für bessere Bezahlung. Grundlage der Resultate ist eine Langzeitstudie mit über 20.000 jungen Amerikanern. Andere Experten bemängeln den Studienaufbau. So sei der Anteil der sehr unattraktiven Menschen in der Probandengruppe viel zu klein gewesen.

Die Langzeitstudie wurde über 14 Jahre in den USA geführt, zu Beginn waren die meisten Probanten erst 16 Jahre alt. Was gegen das Studienergebniss spricht ist allerdings die weitverbreitete ungerechte Behandlungen von weniger attraktiven Kollegen bis hin zum Mobbing. Auch ist in der Studie nicht nachvollziehbar, wieviele unattraktive Menschen erst gar keinen Job finden.

Wie die "Augsburger Allgemeine" schreibt, ist allerdings die "Schönheitsprämie" in Deutschland weit verbreitet. Sie gilt hierzulande für Männer und Frauen. Generell seien die Studienergebnisse für Deutschland nicht anwendbar.

Lesen Sie auch: Mit diesen Tipps erholen Sie sich richtig in der Mittagspause.

FOTOS: Frauenpower Wie Frauen im Job ticken

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

koj/loc/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Empfehlungen für den news.de-Leser